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International Schweizer Hilfskonvoi sorgt für sauberes Wasser in Donezk

Im umkämpften Südosten der Ukraine fehlt es den Menschen am Nötigsten – auch an Trinkwasser. Die Schweiz hat deshalb nun gehandelt, und einen Hilfskonvoi in die Region geschickt.

Menschen füllen Wasser in Plastikkanister um. (August 2014 in Adneewka unweit von Donezk)
Legende: Sauberes Trinkwasser? Für viele Menschen im Konfliktgebiet bleibt das ein Wunschtraum – so wie hier in Adneewka. Keystone

Die Schweiz hat einen Hilfskonvoi mit 300 Tonnen chemischer Produkte zur Trinkwasseraufbereitung in den Osten der Ukraine geschickt. Damit sollen in der Region Donezk 3,5 Millionen notleidende Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.

Begleitet wurde der Konvoi von Manuel Bessler, dem Delegierten des Bundesrats für Humanitäre Hilfe. Es handelte sich um den ersten humanitären Konvoi dieser Grösse, der die Kontaktlinie zwischen regierungs- und nichtregierungs-kontrolliertem Gebiet seit Beginn des bewaffneten Konflikts in der Region Anfang 2014 überquerte.

Krankheiten durch verschmutztes Wasser

Erstmals arbeitete die Regierung in Kiew mit einem Drittstaat bei der Durchführung einer grossangelegten Hilfsaktion über die Kontaktlinie hinweg zusammen. Die 15 Lastwagen mit Hilfsgütern erreichten am Freitag Donezk, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Die Produkte zur Trinkwasseraufbereitung wurden nach der Ankunft in die Wasserwerke von Donezk eingespeist, um die Bevölkerung beider Seiten der Kontaktlinie mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes organisierte diese Lieferung, da das Trinkwasser im Konfliktgebiet aufgrund mangelnder Desinfektionsmöglichkeiten nicht mehr den Normen entspricht und für die Ausbreitung von Krankheiten wie etwa Hepatitis A verantwortlich ist.

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SRF-Korrespondent Christof Franzen begleitete den Hilfskonvoi mit der Kamera. Was er dabei erlebte und wie die Hilfe dann trotzt aller Schwierigkeiten doch noch bei den Menschen vor Ort ankam, darüber berichtet er in einer Reportage am kommenden Montag, dem 18.05., in der Sendung «10vor10».

16 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Lopez, Zürich
    Das ist Schweiz! Vielen Dank an die Verantwortlichen für diese Hilfsaktion. Respekt!!!
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  • Kommentar von Angel Keller, Sirnach
    CH bringt Trinkwasseraufbereitung nach Donezk und wurde nach der Ankunft in die Wasserwerke von Donezk eingespeist, um die Bevölkerung beider Seiten der Trennlinie mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können. Vielleicht ist es ein Zeichen für eine bessere Völkerverständung. Wasser ist Leben! Humanitäre Hilfe aus der Schweiz ist vorbildlich. Putin soll diesen Zwist dieser Völker endlich beenden. Friede ist ein kostbares Gut!
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    1. Antwort von Hz. imBoden, Ringgenberg
      Putin als Partner? Wer daran interessiert ist, dass Russland sich weiter entwickelt auf dem Weg zur Demokratisierung und wirtschaftlicher Stabilität, sucht den Dialog mit Putin, statt Sanktionen zu erheben. Russland wäre für Europa ein mindestens so verlässlicher Partner wie die USA das sind, und- Russland ist ein Nachbar zu Europa.
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  • Kommentar von Rolf Gerber, Zürich
    Schön zu sehen dass an die notleidende Bevölkerung gedacht wird. Danke der Schweizer Regierung. Das einzig Traurige ist, dass es den Schweizer Medien - bis auf 1 oder 2 Ausnahmen von ganz kleinen alternativen und dem SRF - nicht eine Zeile wert ist.
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