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Schweres Unglück in Thailand Baukran kracht auf durchfahrenden Zug – Dutzende Tote

  • In Thailand ist ein Passagierzug mit voller Geschwindigkeit unter einem Baukran hindurchgerast, als dieser plötzlich herunterstürzte.
  • Dabei kamen laut Behördenangaben mindestens 30 Menschen ums Leben.
  • Etwa 70 weitere seien schwer verletzt worden, berichteten thailändische Medien unter Berufung auf die Polizei.

Das Unglück ereignete sich in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Nach Angaben des staatlichen Bahnbetreibers (SRT) sollen sich 195 Menschen an Bord des Zuges befunden haben.

Mehrere örtliche Medien schrieben zunächst, der Kran sei kurz vor dem Eintreffen des Zuges auf die Gleise gestürzt. Dieser sei daraufhin mit voller Wucht in das Stahlgerüst gerast. Bis zum Nachmittag häuften sich aber Berichte, wonach der Kran direkt auf den Zug gestürzt sei.

Der genaue Unfallhergang lässt sich vorerst nicht unabhängig verifizieren. Sicher scheint, dass mehrere Waggons entgleisten und Fahrgäste in den Trümmern eingeschlossen wurden. Auch ein Feuer brach aus.

Mehrere Einsatzteams wurden umgehend zum Unfallort entsandt, um den Opfern zu helfen und Verletzte aus dem Wrack zu befreien. Die Retter waren unter anderem mit hydraulischen Schneidgeräten und Löschfahrzeugen im Einsatz. Mehr als 20 Verletzte sollen sich in einem kritischen Zustand befinden. In den Trümmern werden weitere Todesopfer befürchtet.

Premier fordert Aufklärung

Der Kran war Teil eines grossen Bauprojekts, der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeits­strecke, die Thailand in Zukunft über Laos mit China verbinden soll. Warum der Kran umstürzte, wird untersucht.

Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul forderte eine lückenlose Aufklärung des Unglücks. «Dieses Projekt ist auf mehrere Probleme gestossen. Letztes Jahr stürzte während der Bauarbeiten ein Tunnel ein, und diesmal ist ein Kran umgestürzt», sagte er.

Und weiter: «Wir müssen untersuchen, ob die Bauarbeiten fehlerhaft ausgeführt wurden.» Solche Unfälle könnten nur passieren, wenn Fahrlässigkeit vorliege oder die Baupläne nicht eingehalten würden, betonte er.

SRF 4 News, 14.1.2026, 8 Uhr ; 

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