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International Sechs Wochen vor Olympia: Rio ruft den Finanznotstand aus

Brasiliens Bundesstaat Rio de Janeiro soll kurz von den Olympischen Spielen eine Geldspritze wegen akuter Finanzprobleme erhalten. Die Regionalregierung Rios rief dafür den Finanznotstand aus.

Die Symbole von Olympia und Rio 2016 mit den Schatten einer Frau.
Legende: Kurz vor Olympia: Rio ruft den Finanznotstand aus. Reuters

Brasiliens Bundesstaat Rio de Janeiro ist kurz vor den Olympischen Spielen in die roten Zahlen geraten und braucht dringend eine Finanzspritze. Damit die Zentralregierung mit Sonderausgaben den Bundesstaat unterstützen kann, hat Rio nun den Finanznotstand ausgerufen. Laut dem Portal «Globo» sollen so drei Milliarden Reais (etwa 845 Millionen Franken) in die Kassen Rios fliessen, um Olympia zu finanzieren.

Wie es in der Verordung zur Notstandregelung heisst, hat die Organisation der Olympischen Spiele zu «ernsthaften Schwierigkeiten bei den grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen geführt» und könne sogar in einem Zusammenbruch der öffentlichen Sicherheit, der Gesundheit, der Bildung, der Mobilität und des Umweltmanagements resultieren.

Der Bundesstaat Rio ist seit langem von Finanznöten geplagt, unter anderem weil die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft weggebrochen sind. Zudem steckt ganz Brasilien in einer schweren Rezession. 2015 war die Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent eingebrochen, für das laufende Jahr wird auch ein Minus erwartet.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Olympischen Spiele leben und profitieren von den Zuschauern bzw. Fans, die die Wettbewerbe verfolgen. In 1. Linie geht es um Werbebotschaften und wie schon seit Anbeginn von Wettstreiten um das Gefühl, besser als Gegner zu sein. Wenn man den Comic-Band: "Asterix bei den Olympischen Spielen" analysiert, ist genau dieses Gefühl zentral. In der heutigen Zeit steht der Profit für Ausrüster, Sponsoren und Erbauer der Spielstätten im Vordergrund. Die politische Komponente ist ebenso wichtig.
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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Und jetzt fallen auch noch die Millionenumsätze mit den russischen Sportlern und Touristen weg, na sowas !
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Die nächste Olympiade würde ich in der Sahelzone abhalten, vielleicht dämmert es dann auch den letzten, wie dämlich diese Veranstaltung wirklich ist.
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