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Seenotretter im Mittelmeer Sea-Watch darf mehr als 450 Bootsmigranten nach Sizilien bringen

  • Die Seenot-Retter der deutschen Organisation Sea-Watch dürfen Hunderte Geflüchtete nach Italien bringen. Sie hatten die Menschen zuvor aus dem Mittelmeer gerettet.
  • Ihrem Schiff sei der Hafen von Trápani auf Sizilien zugewiesen worden, teilte die Organisation mit.
  • Sea-Watch hatte in sechs Rettungseinsätzen in den vergangenen Tagen mehr als 450 Menschen aus Booten im zentralen Mittelmeer gerettet.

Die italienischen Behörden hätten der «Sea-Watch 4» den Hafen von Trápani zugewiesen, hiess es weiter. Zwischenzeitlich wurde ein Mann nach Angaben von Sea-Watch wegen eines medizinischen Notfalls bereits von Bord des Schiffes gebracht. Am Samstag hatte die «Ocean Viking» laut der Organisation SOS Mediterranee mit 236 Migranten im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta angelegt.

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Archiv: International bekannt wurde Kapitänin Carola Rackete
Aus Tagesschau vom 12.11.2019.
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Nach mehreren Berichten über ertrunkene Migranten und mehr Anlandungen von Flüchtlingsbooten etwa auf der italienischen Insel Lampedusa wurde die Diskussion um die Migration über das zentrale Mittelmeer wieder lauter.

Recherchen des «Spiegels» zufolge hat die EU-Grenzschutz-Agentur Frontex in mindestens 20 Fällen mit der libyschen Küstenwache zusammengearbeitet, um Flüchtlinge nach Libyen zurückzubringen. Die EU bezeichnet die dortigen Flüchtlingslager als menschenunwürdig. Der Gerichtshof der EU hat entschieden, dass Menschen nicht nach Libyen zurückgebracht werden dürfen.

Politisch sind die Rettungsaktionen der privaten Organisationen umstritten. Nach UNO-Angaben starben in diesem Jahr bislang 490 Menschen im zentralen Mittelmeer.

SRF 4 News, 03.04.21, 15:00 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    Man muss folgendes trennen.1.Bootsmigranten werden gerettet.2.Migranten werden ohne Sicherheits-u.Gesundheitscheck nach Sizilien gebracht und kommen dann irgendwohin.Die Beamten,die verantwortlich sind fuer die Analyse des Asylantrages, haben ueberhaupt keine Basis.Die EU sollte in jedem Herkunftsland die Personalien checken lassen von kontraktierten Detektiv-Bueros.Immer nur auf das Schicksal der Fluechtlingen achten, isto doch kontraproduktiv.SRF: Kommentar aufteilen in Teile ist ueblich?
    1. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Herr Meili bin Ihrer Meinung einfach Menschen irgendwo an Land bringen von den „Rettern“ und dann die Verantwortung den jeweiligen überforderten Bewohnern über lassen ist keine Lösung .Am TV kam vorgestern eine Rep.über die Unterkünfte in Lespos,menschenunwürdig und schrecklich,aber ich habe keinen einzigen der jungen Männer gesehen der Hand angelegt hätte um Ordnung zu schaffen,man wartet dort einfach auf Hilfe und den „Messias “ der die Problem löst. Warum nicht Hilfe zur Selbsthilfe ?
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
    Die Migranten müssen dahin zurückgeschafft werden wo sie herkommen. Die haben in Europa nichts verloren.
    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Das ist keine Lösung, die Leute gehen nicht einfach wieder Nachhause von wo sie Geflüchtetet sind. Nächste Idee.....
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Rechsteiner: Sie nehmen sich mit Ihrem Statement sehr viel heraus. Sowohl Sie als auch ich sind völlig unverdient in eine Ambiance von relativer Sicherheit und genug zu essen und zu trinken geboren worden.Dafür können wir dankbar sein. Diese Dankbarkeit schliesst ein, dass wir anerkennen, dass jeder Mensch Anrecht hat auf Wohnraum und genug zu essen und zu trinken. Kein Dank fürs Gute, für dieses Geschenk des Daseins kommt bei Ihnen zum Ausdruck, sondern Arroganz und Selbstgerechtigkeit.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Fortsetzung: Ich fand es damals eine tolle, mutige Aktion von Carola Rackete. Gut möglich, dass ich hier nun "tosenden" Widerspruch ernte. Aber man darf ja zu notleidenden Menschen und zu Helfenden halten, das ist zum Glück (noch nicht) verboten.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Korrigenda: ... das ist zum Glück (noch) nicht verboten.
    2. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Herr v.Känel ich nehme an dass es Ihnen ehrlich Herzen liegt zu helfen das möchte ich und viele Andern auch trotzdem erlaube ich mir eine Frage wie stellen Sie sich das Leben z.B. in Italien /Sizilien vor wenn täglich hunderte neue Bewohner auf den Inseln ankommen und so das Leben der zufällig dort wohnenden Einheimischen erschweren auch diese möchten leben.Was nützen hier Ihr Mitleid oder Vorwürfe.Wir brauchen eine Lösung die beiden Seiten gerecht wird das möchte gerne ich von Ihnen hören
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Danke, Herr Mathys, für Ihre verständnisvolle Antwort, auch für Ihren Willen mitzuhelfen. Es ist mir klar, dass weder Italien noch wir und andere europäischen Länder alle Flüchtlinge/Migrierende aufnehmen können. Es müsste eine europäische UND eine afrikanische Lösung geben. Die Verhältnisse in Afrika,wo viel Korruption herrscht, müssten sich auch bessern,auch durch nachhaltige Entwicklungshilfe dort, wobei nicht einfach mit der dortigen Politik. Und klar, Italien müsste zudem entlastet werden.
    4. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Es muss vor allem eine afrikanische Lösung geben mit Unterstützung
      Europas. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe, nicht nur durch Zahlungen sondern auch mit viel mehr Entwicklungshelfer. Die Auffanglager sollten
      Menschenwürdige Unterkünfte sein. Die meist sehr jungen Migranten
      sollen ihre eigenen Länder unterstützen durch ihre Arbeitskraft. Nur so
      wird deren Zukunft etwas gesicherter.