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Nicht nur der Mensch hat versagt
Aus HeuteMorgen vom 20.11.2019.
abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
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Selbstfahrendes Auto Tödlicher Unfall: Uber hat das Risiko falsch eingeschätzt

An dem tödlichen Unfall letztes Jahr trägt die Fahrerin die Hauptschuld. Doch es wurde an mehreren Stellen geschlampt.

Der Bericht der US-Unfall-Untersuchungsbehörde war eindeutig. «Es lief etwas schief und es wird wieder schief laufen, ausser wir verhindern das», sagte der Vorsitzende Robert Sumwalt.

An dem Unfall in Tempe im Bundesstaat Arizona im März 2018 war ein Fahrzeug der Firma Uber beteiligt. Es war im Autopiloten nachts mit 70 Kilometer pro Stunde unterwegs. Eine Sicherheitsfahrerin war an Bord, um bei Gefahr das Steuer zu übernehmen. Ihr wird jetzt die Hauptschuld angelastet. «Sie hat nicht aufgepasst und auf ihr Handy geschaut.»

Notbremse deaktiviert

Doch die Behörde sagt auch, dass Uber das Risiko falsch eingeschätzt und das Fahrzeug schlecht programmiert habe. So war etwa die Notbremse deaktiviert.

Die Zulassungsbehörden werden ebenfalls gerügt, sie seien zu wenig streng gewesen. Es ist der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto. Er zeigt auf, wovor Experten schon lange warnen.

Mensch nimmt’s zu locker

Der Mensch, der nicht mehr steuern muss, sitzt zu entspannt im Auto und kann bei Gefahr dann nicht mehr rechtzeitig eingreifen. Auf diese Weise können selbstfahrende Autos statt sicherer sogar weniger sicher werden. Aber es sind nicht nur die menschlichen Schwächen, die der Automatisierung im Wege stehen.

Es ist auch die Technik selber. Sie ist heute noch ungenügend. Auch das hat der Unfall im Wüstenstaat Arizona klar gezeigt. Bis zum Auto ohne Steuerrad ist es noch ein langer Weg.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von M. Berger  (Mila)
    Es scheint, das herkömmliche Auto als Verkehrsmittel ist ein Auslaufmodell, egal, ob mit Benzin oder E-Betrieb. Mal abgesehen von den Ressourcen, Schäden der Umwelt durch den Abbau der notwendigen Rohmaterialien, sind Autos für die Individualnutzung in der weiteren Zukunft vorbei. Die Zunahme der Weltbevölkerung, deren berechtigte Wünsche nach individueller Bewegungsfreiheit bedingt mehr Verkehrswege, mehr Belastung - nicht mehr realisierbar ohne Neuerungen mit z.B. Transport in Röhrensystemen.
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  • Kommentar von Ramon Frey  (Ramon Frey)
    Uber und speziell die Fahrerin haben in diesem Fall absolut grobfahrlässig gehandelt. Allerdings ist dies noch lange kein Grund autonomes Fahren im allgemeinen schlecht zu machen. Da die Dummheit (und damit unaufmerksamkeit) der Menschen grenzenlos ist, passieren so unglaublich viele unfälle, dass auch ein nicht perfektes autonomes Fahrsystem die zahl der Unfalltoten klar reduzieren würde. Und wer jetzt sagt, das fahrverhalten der menschen könne sich verbessern der verkennt die realität
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  • Kommentar von Toni Koller  (Tonik)
    Nun, zunächst werden auch die Autos der Zukunft nicht "selber fahren": Ohne irgendeine Art von Motor geht nämlich nichts. Und sowieso ist der Hype vom autonomen Automobil eigentlich nur ein Rückschritt ins vorletzte Jahrhundert. Da waren "selbstfahrende" Vehikel nämlich schon einmal alltäglich: Die Pferdekutschen. Der Kutscher hatte im Vergleich zum heutigen Autolenker fast nichts zu tun: Für Abstand und Spurhaltung, so dass das Gefährt nicht ab der Strasse geriet, sorgte das brave Ross ...
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    1. Antwort von Arno Zingg  (Arno Zingg)
      Sofern das Ross die Strecke gekannt hat und entsprechend "ausgebildet" war, hat das wohl funktioniert. Dies hat jedoch so ziemlich gar nichts mit den selbstfahrenden Autos zu tun, an welchen zur Zeit geforscht wird.
      Und "Automobil" heisst wörtlich "selbstbewegendes Fahrzeug", sind also per Definition im Sinne Ihres ersten Satzes schon selbstfahrend.
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