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International Sie sind jetzt Mann und Mann

Die Stadt Montpellier hat heute einen Aufmarsch an Journalisten erlebt, wie bei der Trauung von Royales. Dabei gaben sich nur Vincent und Bruno das Ja-Wort. Dennoch schrieben die beiden Männer Geschichte.

Homo-Ehepaar. Zwei Männer küssen sich.
Legende: Das erste Homo-Ehepaar in Frankreich Vincent (links) und Bruno. Keystone

Nach wochenlangem Widerstand mit teils heftigen Protesten wurde im südfranzösischen Montpellier die erste Homo-Ehe geschlossen. Die Zeremonie wurde von Stadtpräsidentin Hélène Mandroux vorgenommen.

An der Feier im Rathaus von Montpellier nahmen rund 500 Gäste teil. Mehr als 200 Journalisten berichteten vor Ort von der Trauung, die live im Fernsehen übertragen wurde.  

«Sie haben sich diesen Tag erträumt, jetzt wird dieser Tag Wirklichkeit», sagte Bürgermeisterin Mandroux, die das Paar traute. «Vincent, Bruno, wir werden, Sie werden einen historischen Moment erleben. Einen historischen Moment für unser Land, für unsere Republik.»

Massives Polizeiaufgebot

Die konservative Opposition und die katholische Kirche liefen Sturm gegen das Vorhaben. Radikale Gegner aus dem rechtsextremen Lager haben angekündigt, weiter gegen die umstrittene Reform kämpfen zu wollen.
 
Die Behörden hatten deswegen Störaktionen in Montpellier befürchtete und dutzende Polizisten mobilisiert. Vor der Zeremonie ging ein Drohanruf ein, woraufhin das Rathaus durchsucht wurde.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Wann kommt endlich die Bisexuellenehe zu dritt? Die ist auch fällig! Die dürfen Kinder adoptieren, bzw. können sie selber machen. Für Scheidungs- & ErbjuristenInnen der 1.5-fache Gewinn garantiert ;-) Bisexualität ist wohl die echte Herausforderung - auch für Homosexuelle, in deren Kreisen dies auch noch oft auf Ablehnung stösst. Aber rassistisch behandelte Balkan-MigrantenInnen sind ja auch nicht besonders un-rassistisch gegenüber anderen Nationen. Den letzten bekanntlich beissen die Hunde.
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  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Muss man seine Neigung ständig zur Schau stellen? Muss ich nächstens mit meiner Partnerin auf dem Marktplatz "kopulieren" um mich zu entfalten?
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    1. Antwort von Wendelin Hochstrasse, Winterthur
      Es geht hier keineswegs um «Neigungen», die zur Schau gestellt werden sollen. Homosexuelle haben in Frankreich jetzt einfach auch die Möglichkeit, ihrer Beziehung mit einer Ehe rechtliche Verbindlichkeit zu geben. Oder ist es etwa Zweck einer Hochzeit zwischen einer Frau und einem Mann, ihre Hteterosexualität zur Schau zu stellen?
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  • Kommentar von M. Kohler, Thurgau
    Für die einen romantisch - für die anderen einfach nur abstossend! Die Gegener würden wesentlich weniger Entrüstungssturm laufen wenn nicht noch mit solchen Bildern (knutschende Männer) einfach nur provoziert wird. Früher hatte nur die Anti-AIDS Kampagnen die Berechtigung so zu schockieren. Heute scheint diese Krankheit ja kein Thema mehr zu sein wenn offen die Risikogruppen stilisiert werden und als normal dargestellt wird....
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    1. Antwort von Alex Bauert, Köniz
      Früher sagte man vergewaltigten Frauen, sie seien selber schuld, weil sie «provoziert» hatten. Heute «provozieren» Männer? Ja, ca. 4 % Schwule in der Gesellschaft sind normal - weltweit und überall. Schwule sind kein Risiko - für niemanden. Haben Männer ein Problem mit Schwulen, weil sie so behandelt werden könnten von denen, wie die Männer Frauen behandeln?
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