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International Slowaken wählen – der Sieger steht praktisch fest

In der Slowakei hat die Parlamentswahl begonnen. Umfragen zufolge ist eine dritte Amtszeit von Ministerpräsident Robert Fico wahrscheinlich. Zwar dürfte Ficos sozialdemokratische Smer-Partei ihre Parlamentsmehrheit verlieren, aber deutlich über 30 Prozent der Stimmen holen.

Grosses Werbeplakat vor einer Busstation.
Legende: Er will noch einmal Premier werden und rührt tüchtig die Werbetrommel: Ministerpräsident Robert Fico. Keystone

In der Slowakei hat die Wahl eines neuen Parlaments begonnen. Die seit vier Jahren allein regierende sozialdemokratische Smer-Partei von Regierungschef Robert Fico dürfte ihre absolute Mehrheit verlieren, aber stärkste Kraft bleiben.

Umfragen zufolge soll Ficos Partei deutlich über 30 Prozent der Stimmen kommen. Mit Hilfe eines Koalitionspartners könnte sie damit an der Regierung bleiben. Das christdemokratische Oppositionslager ist in viele Kleinparteien zersplittert.

Nach Einschätzung von Politikexperten kann Fico, der vor seiner dritten Amtszeit steht, vor allem mit seiner rigiden Haltung in der Flüchtlingspolitik punkten. So lehnt er die von der EU angestrebten Quoten zur Aufteilung von Flüchtlingen kategorisch ab und hält Muslime für nicht integrationsfähig.

EU-Ratsvorsitz ab 1. Juli

Die Wahllokale schliessen um 22.00 Uhr (MEZ). Unmittelbar danach werden voraussichtlich Nachwahlbefragungen veröffentlicht. Die Stimmauszählung dürfte sich bis weit in die Nacht hinziehen.

Weil so viele Parteien nahe an der Fünfprozenthürde liegen, wird ein aussagekräftiges Ergebnis erst am Sonntagmorgen erwartet, das offizielle Endergebnis spätestens am Montag.

Stimmberechtigt sind 4,4 Millionen Wähler. Die aus der Wahl hervorgehende Regierung wird ab 1. Juli für ein halbes Jahr den EU-Ratsvorsitz übernehmen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Kluger Mann. Genau was wir immer sagen! ... So lehnt er die von der EU angestrebten Quoten zur Aufteilung von Flüchtlingen kategorisch ab und hält Muslime für nicht integrationsfähig... Aber dazu muss man über das Gutmenschseinwollen hinaus denken und selber lange Zeit intensiv einer Religion angehört haben, um das Richtig beurteilen zu können. Einzige Ausnahme, Muslime die nicht praktizieren sondern einfach seit Geburt so heissen... denn dafür kann keiner etwas!
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Sie haben aber viele Vorurteile. Muslime sind rückständig, nicht integrationsfähig etc. Christen hingegen sind prinzipiell ganz tolle Menschen und bemühen sich seit JH'en, andere Ethnien zu bekehren. Dass sie dabei Konflikte anschüren und "teile & herrsche" spielen, ist sicher ein Zufall.
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