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International «So schlecht kann ich ja nicht gewesen sein»

Der neuste Korruptionsskandal um sieben Fifa-Spitzenfunktionäre hat Joseph Blatter doch nichts anhaben können. Der Walliser bleibt Präsident des Weltfussball-Verbandes. Schon am Samstag will er wieder mit der Arbeit beginnen, die Verbände versöhnen und einen Nachfolger aufbauen.

Legende: Video Sepp Blatter – der Kämpfer aus dem Wallis abspielen. Laufzeit 07:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 29.05.2015.

Nach der Wahl muss Joseph Blatter nun die Reihen schliessen. Im Gespräch mit SRF zeigt er sich versöhnlich. «Boykott-Drohungen der Uefa gehören zu einer Präsidentenwahl», sagt ein sichtlich entspannter Blatter.

Schon bei der ersten Tagung des Exekutivkomitees am Samstag will Blatter mit der Arbeit beginnen. «Ab Morgen herrscht dort ein anderer Ton – das ist die Regierung der Fifa und die muss nun Verantwortung übernehmen.»

Blatter hat das Selbstvertrauen wieder gefunden

Von einem angekratzten oder gar ramponierten Image der Fifa, will Blatter nichts wissen. Das Ganze sei doch übertrieben – in erster Linie ein Medienhype. «Wenn sie nach Afrika, Asien oder Südamerika gehen, dort ist der Fussball gut und die Fifa geniesst einen ausgezeichneten Ruf.»

Wenn es um sein ganz persönliches Image geht, dann strotzt er gar vor Selbstvertrauen. «Wenn ich jetzt zum fünften Mal Fifa-Präsident geworden bin, dann kann ich ja nicht so schlecht sein, sonst hätten sie mich nicht mehr gewählt.»

Blatters Ziel sei es nun die Fifa wieder in Form zu bringen und nach seiner Amtszeit einem Nachfolger zu übergeben. Die Zeit bis 2019 wolle er zudem auch nutzen um einen geeigneten Kandidaten aufzubauen. Wer das sein könnte, liess Blatter aber nicht verlauten.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Bollhalder, Niederrohrdorf
    Bla....Bla....Bla.....Blatter! Wenn er denn WIRKLICH gewollt hätte, dass die FIFA ein besseres Image erhält, dann hätte er ja schon sechzehn Jahre dafür Zeit gehabt.... Alles nur dummes Geschwätz eines machthungrigen (äusserst schlauen) alten Mannes. "So schlecht kann ich ja nicht gewesen sein" nimmt er als Prädikat! Nur: diejenigen, die ihn gewählt haben, kritisieren ihn (verständlicherweise) auch nicht... Wer kritisiert denn schon seinen "Hauptsponsor"...!
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  • Kommentar von Karl Mrak, Wallisellen
    Hier könnte man Parallelen ziehen zwischen Blatter und dem Bundesrat. Der glaubt ja auch er hätte keine schlechte Arbeit verrichtet, und sei beliebt.
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    1. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      Herzig. Was für Relationen. Während unser BR ausserhalb von Europa nicht einmal wahrgenommen wird, wird Sepp Blatter auf der ganzen Welt wie ein Staatschef empfangen. Und punkto Krisenmanagement, Standhaftigkeit und Durchsetzungsvermögen könnte unsere liebe Landesregierung noch einiges von ihm lernen.
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  • Kommentar von j. von hettlingen, schwyz
    «Wenn ich jetzt zum fünften Mal Fifa-Präsident geworden bin, dann kann ich ja nicht so schlecht sein, sonst hätten sie mich nicht mehr gewählt.» Wie dumm hält Blatter von uns? Er weiss sehr gut, Afrikaner, Asiaten, Südamerikaner zu bestechen und sich bei ihnen einzuschmeicheln. Diese fühlen sich bei ihm gut aufgehoben. Wenn sie nach Zürich reisen, steigen sie in Nobelherbergen ab und werden verwöhnt. Es ist nicht übertrieben, FIFA mit einer Mafia-Organisation gleichzustellen - ohne Mordauftrag.
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