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International So wird Camerons Nachfolger gewählt

Die Tories bestimmen in einer ersten Selektion, welcher der fünf Kandidaten aus dem Rennen für die Cameron-Nachfolge ausscheidet. Falls die Favoritin Theresa May in der ersten Runde auf über 50 Prozent der Stimmen kommt, könnte sich die Auswahl beschleunigen.

Der Brexit-Entscheid ist Tatsache und David Cameron wird bald nicht mehr Premierminister sein. Nun beginnt der Kampf um seine Nachfolge. Die konservativen Parlamentsabgeordneten bestimmen heute in einer ersten Runde, wer im Rennen um den Parteivorsitz und damit auch im Rennen um den Premier bleibt.

In drei Wahlgängen stimmt die Unterhaus-Fraktion der Konservativen über die Kandidaten ab, wobei jeweils derjenige mit den wenigsten Stimmen aus dem Bewerberfeld ausscheidet. Weitere Wahlgänge folgen am Donnerstag und am 12. Juli. Die dann übrig gebliebenen zwei Kandidaten werden in einer Urabstimmung unter den 150'000 Parteimitgliedern gegeneinander antreten. Der Sieger soll am 9. September bekanntgegeben werden.

Legende: Video Boris Johnson kandidiert nicht als Premier abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.06.2016.

Als klare Favoritin gilt Theresa May. Kommt die aktuelle Innenministerin in der ersten Selektionsrunde auf über 50 Prozent der Stimmen, könnte sich die Auswahl beschleunigen. May plädierte für den Verbleib in der EU, verhielt sich im Wahlkampf aber sehr zurückhaltend.

Auch Justizminister Michael Gove, Energieministerin Andrea Leadsom, der ehemalige Verteidigungsminister Liam Fox und Arbeitsminister Stephen Crabb kandidieren für das Amt.

Der Brexit-Wortführer und Ex-Bürgermeister Londons, Boris Johnson, hatte vergangene Woche überraschend seinen Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben.

Pfund fällt auf 31-Jahres-Tief

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Die britische Währung ist auf ein neues Rekordtief gefallen von 1,3112 Dollar. Das ist noch tiefer, als nach dem Brexit-Votum vom 23. Juni. Damals fiel das Pfund auf 1,3122 Dollar. Zum Euro fiel das Pfund am Dienstag auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die deutsche Migrationspolitik, denn die Asylpolitik ist im Grunde und in der Wirkung eine verdeckte Einwanderungspolitik, hinterlässt in Europa ihre Spuren und erzeugt Wirkungen. Der Brexit ist zu einem grossen Teil auf die deutsche Asylpolitik zurückzuführen. So betrachtet kann man sich in Deutschland beglückwünschen, zu dieser Entwicklung beigetragen zu haben.
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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Justizminister Michael Gove gilt als Brexit-Hardliner, er war derjenige der Boris Johnson zu Fall gebracht hat. Besser wäre Theresa May, sie steht auch hinter dem Brexit, gilt aber als kompromissbereiter.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Bei den Nachfolgern von Cameron wird eine kurze "Halbwertszeit" mehr als wahrscheinlich. Die Person braucht ein sehr dickes Fell. Längerfristig könnte sich die Trennung von der EU auszahlen. Dann werden sicherlich wieder andere Kandidaten Regierungsverantwortung übernehmen wollen. Eine Übergangszeit ist fast immer mit grossen Opfern, auch personeller Natur, verbunden.
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