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Cristiano Ronaldo räumt Coca-Cola-Flaschen weg
Aus News-Clip vom 18.06.2021.
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Sponsoren-Ärger Uefa warnt Spieler und Teams wegen Coca-Cola-Flaschen

Die Spieler sollen aufhören, Flaschen von Sponsoren bei Pressekonferenzen wegzuräumen. Den Teams drohten sonst Strafen.

Die Aktion von Portugal-Star Cristiano Ronaldo am Montag an der Pressekonferenz in Budapest hatte unerwartete Folgen: Nachdem er zwei Flaschen des Hauptsponsors Coca-Cola weggeräumt und stattdessen zum Wasser gegriffen hatte, fiel der Börsenkurs des US-Getränkeherstellers um 1.6 Prozent. Der Marktwert von Coca-Cola brach um vier Milliarden US-Dollar auf 238 Milliarden ein.

Es folgten weitere Spieler, die sich Ronaldo anschlossen. Auch der Italiener Manuel Locatelli räumte die vom Sponsor und der Uefa auf dem Podium platzierten Cola-Flaschen beiseite. Der Franzose Paul Pogba, der Muslim ist und keinen Alkohol trinkt, protestierte gegen die markante grüne Flasche des Biersponsors Heineken, auch wenn das Bier als alkoholfrei vermarktet wird. Pogba war nach dem Spiel gegen Deutschland als bester Spieler ausgezeichnet worden – die Auszeichnung war vom Bierhersteller präsentiert worden.

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Paul Pogba räumt Heineken-Flasche weg
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Nun hat die Uefa genug vom «Trend»: Der europäische Fussballverband fordert die Spieler der 24 Mannschaften der EURO 2020 dazu auf, die strategisch platzierten Sponsoren-Getränke nicht mehr von den Pressekonferenz-Plattformen zu entfernen.

Turnierdirektor Martin Kallen sagte, die Uefa habe «mit den Teams bezüglich dieser Angelegenheit gesprochen.» Die Einnahmen durch Sponsoren seien wichtig für das Turnier und den europäischen Fussball, sagte Kallen in einem Briefing.

Muslime müssen kein Bier dulden

Die Turnierregeln würden die Einhaltung der Zusagen der Uefa an die Sponsoren erfordern. Kallen räumte jedoch ein, dass Spieler mit religiösen Einwänden «keine Flasche dabei haben müssen.» Mitarbeiter in jedem der elf Stadien in ganz Europa sollten Bierflaschen vor der Ankunft eines Spielers muslimischen Glaubens entfernen.

Die anderen Spieler müssen jedoch die Regeln bezüglich Sponsoring einhalten. Während die Uefa keine Geldstrafen gegen einzelne Spieler verhängen wird, sagte Kallen am Briefing, dass es «immer eine Möglichkeit» gebe, nationalen Verbänden der jeweiligen Spieler bei weiteren Vorfällen eine finanzielle Strafe aufzuerlegen.

Spieler machen sich über die Affäre lustig

Der schottische Mittelfeldspieler John McGinn witzelte zuvor «No Coke?», weil es im Interview-Raum der Trainingsbasis der Mannschaft keine Flaschen gab. Belgiens Trainer Roberto Martinez sagte nach dem 2:1-Sieg gegen Dänemark am Donnerstag scherzhaft, dass sein Team das Getränk liebe. Auch Belgiens Spieler Romelu Lukaku kokettierte mit den Flaschen von Coca-Cola und Heineken. Coca-Cola ist ein offizieller Sponsor des belgischen Fussballverbands.

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Romelu Lukaku räumt Heineken-Flasche weg
Aus News-Clip vom 18.06.2021.
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Von dem Geld, das Coca-Cola, Heineken und zehn weitere hochkarätige Sponsoren an die gesamten Turniereinnahmen der Uefa von umgerechnet fast 2.2 Milliarden Schweizer Franken bezahlen, bekommen jedoch alle 24 Mannschaften etwas. Die Werte der einzelnen Sponsorendeals werden nicht veröffentlicht. Die Uefa erhielt jedoch an der Euro 2016 in Frankreich umgerechnet über 500 Millionen Schweizer Franken an Geldern – von zehn Sponsoren.

Info 3, 17.6.2021, 17 Uhr;

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95 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Dampf  (hoppls)
    Leider, muss man sagen, ist es so, dass wir ohne all die Sponsoren - vom Tabak über den Alkohol bis zu den vielen Zuckerbombenverkäufern - bzw. deren Gelder auf einen Haufen Veranstaltungen verzichten müssten. Und das wäre sehr schade. Vielleicht liegt die Lösung in der 'Dosis, welche das Gift macht' - weniger ist mehr.
    Ueber die nunmehr kleineren Coca Cola - Flaschen hab ich mich schon geäussert...!
  • Kommentar von Ramun G. Saluz  (RGS)
    eigentlich fehlt hier nur noch Redbull
  • Kommentar von Hans Dampf  (hoppls)
    Dazu kommt, dass Coca Cola klammheimlich den Inhalt der ehemals 0,5 l Flasche auf 0,45 reduziert hat..... und möglicherweise meint, der Konsument merke es nicht. Meiden.