Zum Inhalt springen

Header

Audio
Unruhen in Macrons Partei
Aus HeuteMorgen vom 11.07.2019.
abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Inhalt

Stadtpräsidentenwahl in Paris Kein Traumstart für Macrons Wunschkandidaten

Macrons Partei nominiert den Kandidaten fürs Stadtpräsidium von Paris – die Wahl zeigt die internen Spannungen.

Benjamin Griveaux gilt seit Monaten als Favorit für das Stadtpräsidium in Paris. Er gehört zum engsten Kreis im Gefolge von Präsident Emmanuel Macron, unterstützte dessen Bewegung seit Beginn und soll bei den Gemeindewahlen im kommenden Jahr die amtierende Stadtpräsidentin Anne Hidalgo herausfordern.

Im März war der 42-Jährige als Regierungssprecher zurückgetreten, um sich ganz auf seine Kandidatur für Paris vorzubereiten. Die Entscheidung in Wahlausschuss und Parteileitung sei einstimmig gefallen, heisst es im Communiqué der Partei. An der Basis dagegen scheint der Rückhalt für Griveaux weniger geschlossen.

Mann mit Hut.
Legende: Cédric Villani spricht von einem abgekarteten Spiel in der Partei von Emmanuel Macron. Keystone

Dies hatte sich bereits im Vorfeld der Nomination abgezeichnet, als sich mehrere Kandidaten kurz vorher zurückzogen, zugunsten von Griveauxs schärfstem Konkurrenten Cédric Villani.

Villani, Abgeordneter und preisgekrönter Mathematiker, hatte in den vergangenen Wochen nach Umfragen Auftrieb erhalten. Nun scheint er seine Niederlage schlecht zu verdauen. Bereits vor dem Communiqué der Parteileitung verkündete er seine Niederlage über den Nachrichtendienst Twitter und sprach von einer abgekarteten Sache.

Nahaufnahme Frau.
Legende: Ob Anne Hidalgo Stadtpräsidentin von Paris bleibt, ist ungewiss. Alles deutet auf ein knappes Wahlresultat hin. Keystone

Interne Spannungen in der Öffentlichkeit auszutragen, dies ist sich Macrons Bewegung «La République en Marche» nicht gewohnt. Gewöhnlich nickt die Basis ab, was die Spitze entschieden hat. Vor allem, weil wichtige Entscheidungen in der Regel im Umfeld von Präsident Macron getroffen werden.

Der Vorsitzende des Wahlausschusses hat Villani denn auch bereits mit dem Parteiausschluss gedroht, falls er Kandidat Griveaux nicht unterstützen sollte.

Knappes Resultat erwartet

Kein idealer Start in einen Wahlkampf mit ungewissem Ausgang. Die amtierende Stadtpräsidentin Anne Hidalgo ist politisch angeschlagen. Ihre sozialistische Partei ist eingebrochen. Aber alle Umfragen deuten auf ein knappes Resultat in einem zweiten Wahlgang zwischen ihr und Griveaux hin.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Gabi Bossert  (lela)
    Macron ist am Limit der Volksbeliebtheit und aus seinen eigenen Reihen wird eine Chance kaum offen sein. Da die Sozialisten in F an Stärke verlieren, da der rechts konservative Tenor, wie Europa weit, zur Zeit Hoffnung verspricht, könnte der Schuss in eine sehr unangenehme Richtung gehen. Das diese Hoffnung nicht erfüllt werden kann, wie es Erfahrungen immer wieder beweisen, wäre dennoch der Versuch für die Franzosen z.Zt. leider ein grosser Lockvogel. Eine Wiederwahl Macrons wäre beendet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen