Zum Inhalt springen

Header

Ukrainische Soldaten auf einen Feldweg im Osten der Ukraine.
Legende: Verstärkung für die ukrainischen Soldaten: Bis Mitte Jahr sollen gegen 100'000 Mann zusätzlich mobilisiert werden. Keystone
Inhalt

International Startet die Ukraine eine neue Offensive?

Ungeachtet von Friedensbemühungen im blutigen Ukraine-Konflikt sollen ab Dienstag bei einer umstrittenen Teilmobilmachung zehntausende Ukrainer zusätzlich bewaffnet werden. Das Parlament in Kiew stimmte in letzter Instanz entsprechenden Plänen zu.

Nach dem der geplante Krisengipfel in der kasachischen Hauptstadt Astana zwischen Deutschland, Russland, Frankreich und der Ukraine geplatz ist, mobilisiert Kiew weitere Soldaten.

In drei Phasen sollen über 100'000 Reservisten mobilisiert werden, wie aus dem Gesetzestext hervorgeht. In der ersten am 20. Januar beginnenden Phase sollen bereits rund 50'000 Soldaten eingezogen werden. Die beiden anderen Phasen mit erneut mehr als 50'000 Soldaten sind für April und Juni geplant.

Der Parlamentsbeschluss geht auf ein Dekret von Präsident Petro Poroschenko vom Vortag zurück. Der Staatschef hatte das Dekret mit der Notwendigkeit begründet, «angemessen auf die vom aggressiven Verhalten Russlands verursachten Bedrohungen zu reagieren». Diese seien eine Gefahr für die «nationale Sicherheit», die «Unabhängigkeit der Ukraine» sowie die «territoriale Integrität».

OSZE bemüht sich um Waffenruhe

Eine schnelle Friedenslösung ist damit wohl vom Tisch. Ob es zu einem für Freitag angedachten Treffen der Kontaktgruppe in Minsk kommt, ist offen. Das weissrussische Aussenministerium teilte mit, es habe keine Bestätigung der Teilnehmer erhalten.

Serbien, das derzeit den OSZE-Vorsitz inne hat, will Vertrauen und Toleranz unter den Staaten Europas stärken. Im Brennpunkt steht klar der Konflikt in der Ukraine.

In seiner Eröffnungsrede nannte Serbiens Aussenminister Dacic die Krise in der Ukraine eine «ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Region und der globalen Sicherheit». Die Implementierung des Minsker Abkommens, das unter anderem einen Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien vorsieht, sei notwendig.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von N.Belg , Luzern
    Junta in Kiew sind "legitime" Terroristen. Und die sie unterstützen, sind auch dafür.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von E. Waeden , Kt. Zürich
    Liebe Ukrainer weigert euch für dieses Regime in den Krieg gegen eure Brüder zu ziehen. Euer Leben ist mehr wert, als es für diese Kriegsverbrecher in Kiew zu opfern. Ohne euch sind Poroschenko & Co. NICHTS! Für euren Frieden ruft zum Generalstreik auf!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M Krebser , BE
      Herr Waeden, wir müssen direkt an den Ukrainer appellieren. Aber wie? Die Poroshenko's und Soro's Kriegspropaganda läuft in der Ukraine auf Hochtouren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Schulze , Paderborn
    Wer die Kiewer Regierung in Auge behalten hat, der weiß, dass sie das schon seit Monaten planen. Darüber wird auch offen geredet (außer in unseren Medien). Zuerst soll die OstUkraine von Andersdenkenden bereinigt werden, und dann wollen sie sich die Krim wieder holen. Und da wirds schwierig. Denn das ist jetzt laut Russland und der Bevölkerung die dort abgestimmt hat, russischesTerritorium. Das wäre ein Angriff auf Russland. Können hoffen, dass die Ukraine bis dahin nicht schon in der NATO ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen