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Demonstranten in der Nähe von Frankfurt in Deutschland
Legende: Demonstranten in der Nähe von Frankfurt in Deutschland: Der grosse Aufschrei gegen die Überwachung blieb bisher aus. Reuters
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International #stopwatchingus: Überwachungsgegner machen mobil

Bislang blieb der grosse Aufschrei gegen die Netzüberwachung aus. Am kommenden Samstag könnte sich das ändern.

Weltweit rufen Netzaktivisten für das kommende Wochenende zu Protestkundgebungen gegen Massenüberwachung, Spähprogramme wie Prism und Tempora und Vorratsdatenspeicherung auf.

Allein in Deutschland sind Kundgebungen in mehr als 30 Städten geplant. Je nach Veranstaltungsort werden sie von den unterschiedlichsten Seiten unterstützt – Bürgerrechtsbewegungen, lokalen Parteien und Hackergruppen.

Dezentraler Protest

«Hinter #StopWatchingUs stehen keine Organisationen, sondern einfach Menschen, die es nicht länger hinnehmen, dass ihre Grundrechte mit Füssen getreten werden», heisst es auf der Seite der entsprechenden deutschen Facebook-Gruppe.

Die Kundgebungen sollen zudem Asyl und Schutz für Edward Snowden einfordern – jenen früheren Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, der den jüngsten Überwachungsskandal publik gemacht hatte. Breitere Proteste gegen die durch ihn öffentlich gewordenen Spähprogramme sind bislang praktisch ausgeblieben.

In den USA reichten Bürgerrechtler am Dienstag Klage gegen die NSA ein. Sie werfen dem Geheimdienst vor, in der Verfassung garantierte Rechte zu verletzen. Auch Internetfirmen machen Druck: Der Computerriese Microsoft forderte den US-Justizminister persönlich auf, für mehr Transparenz zu sorgen. Yahoo erzwang die Veröffentlichung bisher geheimer Gerichtsdokumente.

#stopwatchingus auf Twitter

Keine Aktionen in der Schweiz

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In der Schweiz werden am Wochenende keine Aktionen erwartet. Vertreter der Digitalen Gesellschaft, einem Bündnis verschiedener Gruppen und Einzelpersonen, schliessen aber nicht aus, sich künftigen Protesten anzuschliessen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von JP.Simon, Nietzscheaner , Bern
    Nach dem 2.Weltkrieg die Sowjetunion als das Mass aller Unfreiheit und Unterdrückung gesehen zu haben,die westliche Hemisphäre Hort von Demokratie und so viel Freiheit wie die andere Seite Unfreiheit hatte–wir täuschten uns. Mit dem Fall d.Eisernen Vorhang fällt nun ein weiterer,der den Kapitalismus ebenso einer Unfreiheit bezichtigen muss wie das System des Kommunismus, dessen Fäden in den Händen weniger Leute war Der Kap. steht dem in nichts nach u. bedient sich ebenso einer Manipulier-Masse.
  • Kommentar von R. Valsangiacomo , Zürich
    Das Recht auf Privatsphäre ist ein Menschenrecht, weil es für die Psyche des Menschen wichtig ist, einen "Ort des Rückzuges" zu haben. Dieses Menschenrecht sollten wir nicht für mehr Ermittlungserfolge in der Verbrechensbekämpfung aufgeben. Die totale Überwachung mag uns ja für den einen oder anderen Fall mehr Sicherheit bieten. Der Preis dafür ist aber zu hoch, es macht uns krank. Ganz zu schweigen vom Missbrauchspotenzial und Fehlinterpretationen der Daten, die zu Fehlurteilen führen könnten.
  • Kommentar von Hans König , Häusernmoos
    Wer nichts zu vertuschen hat, braucht auch keine Befürchtungen zu haben. Mir ist eine Überwachung egal und stört mich nicht, sie bringt mir auch mehr Schutz vor der Kriminalität und dem Terrorismus..
    1. Antwort von M. Tisserand , Schweiz
      Die Frage ist nur: Warum gibt es Terrorismus? Sind diese Mensche unzufrieden zur Welt gekommen? Von Geburt an ein "Anti-USA-Gefühl" im Bauch? Mit Respekt und Toleranz würde die Welt anders aussehen - klar, Null Gewalt und gar keine Kriege sind eine Illusion (yin yang, Dualismus...).