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Strassburg-Urteil zum Staudamm Türkische Kulturstätte darf geflutet werden

Legende: Video Hasankeyf ist dem Untergang geweiht abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus SRF News vom 21.02.2019.
  • Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellt sich der Überflutung der türkischen Kulturstätte Hasankeyf nicht in den Weg.
  • Die Strassburger Richter wiesen eine Beschwerde von Vorkämpfern zur Rettung der Stätte als unzulässig zurück.

Die Kläger hatten die Einstellung des Baus des Ilisu-Staudamms in der osttürkischen Provinz Batman gefordert. Sobald der Damm am Tigris fertig ist, soll die 12'000 Jahre alte Kulturstätte Hasankeyf im antiken Mesopotamien geflutet werden.

Dagegen führten die Beschwerdeführer unter anderem ins Feld, dass mit dem Verschwinden der Stadt und ihren Artefakten das Menschenrecht auf Bildung der kommenden Generationen verletzt werde.

Kein Recht auf Schutz von Denkmälern

Die Richter folgten der Argumentation der Aktivisten nicht. Aus den Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention lasse sich kein individuelles Recht auf Schutz einzelner Kulturdenkmäler ableiten, heisst es in der Entscheidung.

Hasankeyf, das Städtchen mit seinen 3000 Einwohnern am Tigris, war einst ein wichtiger Knotenpunkt der Seidenstrasse auf dem Weg ins Morgenland. Auch die Römer siedelten hier und es gibt Spuren aus Byzantinischer Zeit, als Hasankeyf Bischofssitz war.

Text der die Postergrafik beschreibt

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Bert Kramer (Bertkramer)
    Hahaha, als ob Erdogan das Urteil des europäischen Gerichtshofes interessieren würde. Die Meldung ist Nonsens, da Erdogan das Projekt nie unterbrochen hatte. Die Aussage des EGH ist daher nichts wert für den Türken, auch wenn der Entscheid negativ gewesen wäre. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Zürich kritisiert übrigens Saudi Arabien betreffend ihres Frauenbildes, köstlich!
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  • Kommentar von Samuel Lanthaler (s.lanthaler)
    Ich finde es ein bisschen erstaunlich, wie manche Leute immernoch meinen man könne den 5er und s Weggli haben: man kann halt schon nicht gleichzeitig gegen Kohlestrom, gegen Atomstrom, und dann auch gegen den Bau von Staudämmen sein. Irgendwoher muss die Energie ja letztendlich kommen... und eine äquivalente Lösung aus Windrädern/Solarzellen+Batterien will ich auch erst noch einmal gesehen haben.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Ich bin mir nicht sicher. Aber vermutlich wird die Klimaerwärmung dieses Problem lösen, wenn die Forscher recht haben: In vielleicht 30 bis 50 Jahren hat dann der Tigris kein Wasser mehr und Hasankeyf kommt wieder zum Vorschein. Die Kinder der Stadt könnten dies noch erleben. Grund: Das WEF, die Schülerstreiks sind schon wieder vorbei, vergessen und es ist alles wieder beim Alten. Und - bei der Herstellung des Beton und für den Mauerbau entsteht zusätzlich CO2, oder irre ich mich?
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