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Schwedens grösster Windpark im Bau hat Probleme
Aus SRF 4 News aktuell vom 02.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:53 Minuten.
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Streit um CS-Projekt Riesiger Windpark – grosse Probleme

Das Projekt: In Schweden soll einer der grössten Windparks Europas gebaut werden; über hundert Windräder, die über 200 Meter gross sind. Beteiligt am Projekt ist die Credit Suisse mit einem Anteil von 80 Prozent.

Die Probleme: Das Projekt hat seit Beginn mit grossen Problemen zu kämpfen. Nun hat interner Bericht der ausführenden Baufirma seit Beginn über 70 Verstösse und Probleme festgestellt. Dazu gehören etwa nicht eingehaltene Umweltauflagen und Sicherheitsbestimmungen, aber auch vergrabene Blindgänger im Geländeboden oder Einbrüche durch kriminelle Banden. «Das Projekt wirkt wirklich wie ein riesiges Chaos», sagt Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann.

Die Baustopps: Schwedische Medien berichteten am Wochenende, dass das Projekt nach dem internen Bericht ein zweites Mal gestoppt wurde. Laut der CS gibt es aktuell keinen Baustopp (siehe Box). Schon im Oktober 2019 gab es einen Baustopp aufgrund einer Strasse, welche durch ein Naturschutzgebiet gebaut worden war. Verschiedene Gerichtsfälle sind hängig, aufgrund der Strasse aber auch wegen nicht bezahlter Lieferanten. Auch darum ist unklar, ob der Bau wieder aufgenommen werden kann.

Die Zukunft: Die Energiefirma, welche diesen Windpark eigentlich übernehmen will, sucht einen neuen Generalunternehmer. Für die Energieversorgung direkt hat es wenig Konsequenzen. In Schweden sind sehr viele ausländische Geldgeber engagiert. Die Schweiz investiert zum Beispiel doppelt so viel Geld in schwedische Windparks wie Schweden selbst.

Update: Neue Fakten

Nach der Berichterstattung über die Schwierigkeiten beim Bau eines neues Windpark in Schweden, werden neue Fakten bekannt. Laut der Credit Suisse gibt es aktuell keinen Baustopp und die Credit Suisse habe mit dem grössten schwedischen Infrastrukturbauunternehmen Skanska einen starken Partner. Nordex bleibe Generalunternehmer für dieses Projekt. «In der Zwischenzeit wurde das grösste schwedische Bauunternehmen Skanska als Unterauftragnehmer für die offenen Arbeiten beauftragt», schreibt die CS. Das Projekt werde ohne nennenswerte Auswirkungen auf die geplante Betriebsaufnahme fortgesetzt.

Nysäter Wind AB und seine Partner bedauern die Auswirkungen auf die lokalen Unternehmen der Lieferkette, die vor Ort Arbeiten ausgeführt haben. Man habe darauf reagiert und die Auswirkungen gemildert, schreibt die CS in einer Stellungnahme weiter.

SRF 4 News, 06:45 Uhr; srf/kaufb,koua;snep

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt E. Müller  (KEM)
    An all die Kritiker von Windkraft in der Schweiz: Interessant finde ich, dass das mit der Schweiz vergleichbare Österreich (auch ein Tourismus- und Alpenland) massiv auf Windenergie gesetzt hat und auch nie so dumm war, Atomkraftwerke zu bauen. Über 1300 Windräder liefern in Österreich saubere und umweltfreundliche Energie - mehr als 8 x soviel wie unser Atom-Schrottmeiler in Mühleberg liefern konnte. Da bleibt einem der nächste Österreicherwitz doch glatt im Hals stecken ;-)
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    1. Antwort von Martin Müller  (Nonaeol)
      Um Wien herum stehen hunderte von Windkraftanlagen. Es schien dort Platz und viel Wind zu geben. Zum Glück gibt es in der Schweiz nicht viel Wind. Windkraft ist weder sauber noch umweltfreundlich, rechnet sich wirtschaftlich nicht und die Stromproduktion ist intermittierend, d. h. es gibt dann Strom, wenn es stark windet (halbe Windgeschwindigkeit bedeutet einen Achtel der Stromproduktion). Kernkraftwerke sind dagegen ausgezeichnete Stromquellen, besonders in Verbindung mit Wasserkraft.
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      @Müller: In Verbindung mit Wasserkraft sind auch Windkraftwerke ausgezeichnete Stromquellen (Am geeigneten Standort). Im Gegensatz zu Kernkraftwerken sind sie wirtschaflich zu betreiben und sauber.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Die Schweiz sollte im eigenen Land die Versorgung erneuerbarer Energie sicherstellen und hier investieren. Es gibt sicher genügend Schweizer firmen welche dazu in der Lage sind. Ob wir vom Ausland wirklich Strom beziehen können wenn dort der Strom mehr gebraucht wird knapp wird ist erst noch fraglich.
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    1. Antwort von Arno Zingg  (Arno Zingg)
      Lieber Herr Hochuli, die Tatsache, dass im Norden entlang der Küste viele Windparks entstehen, hängt vermutlich damit zusammen, dass da mehr und regelmässiger Wind herrscht. Entsprechend können die Anlagen effizienter betrieben werden.
      Ausserdem kommen leider in der Schweiz bei allen Baugesuche für Windräder mit massenhaft Einsprachen von Anwohnern. Das macht den an sich sinnvollen und effizienten Windstrom politisch etwas schwieriger bei uns. Aber Strom lässt sich einfach transportieren.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller  (KEM)
    @SRF: Bitte ändern Sie doch die Bezeichnung "Windmühlen" um in Windräder. Gemahlen wird heute mit Windkraft nämlich nichts mehr.
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Besten Dank für den Hinweis. Wir haben den Begriff angepasst. @Kurt E. Müller
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