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Frau mit Schleier. Haare sind sichtbar.
Legende: Die Frau hatte in der Öffentlichkeit ihre Haare entblösst. Solche Aktionen haben sich in letzter Zeit gehäuft. Reuters/symbolbild
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Strenges Regime in Iran Frau nimmt Kopftuch ab – und muss zwei Jahre in Haft

  • Wegen eines Protests gegen das Kopftuchgebot im Iran ist eine Frau zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.
  • Die Frau habe durch die Entblössung ihres Haares «sittliche Verdorbenheit» in der Öffentlichkeit befördert.

Die Frau hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Teherans Generalstaatsanwalt will jedoch darauf drängen, dass sie die vollen zwei Jahre absitzt.

Seit Ende Dezember wurden im Iran mehr als 30 Frauen festgenommen, die aus Protest gegen die geltende Kleiderordnung öffentlich ihr Kopftuch abgenommen hatten. Zwar wurden die meisten wieder freigelassen, doch laufen zahlreiche Prozesse.

Im Iran gilt für alle Frauen das Gebot, in der Öffentlichkeit Hals und Haar zu verdecken. Allerdings ist der Schleierzwang umstritten und wird zunehmend weniger strikt durchgesetzt. In den wohlhabenden Vierteln von Teheran und anderen Grossstädten tragen viele Frauen nur noch lose gebundene Tücher, die Teile des Haares zeigen.

Der Generalstaatsanwalt sagte, eine gewisse «Toleranz» sei für Frauen möglich, die ihr Kopftuch lose tragen. Doch müsse der Staat energisch gegen Frauen vorgehen, die «gezielt die Regeln des islamischen Schleiers in Frage stellen».

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Wieviele der Kommentarschreiber hier haben das Verhüllungsverbot angenommen und machen sich jetzt lustig über den Iran und die dortige Gesetzgebung? Ich finde es auch krass wenn diese Frau dafür bestraft wird. Bei uns wird Frau deswegen übrigens auch bestaft, wenn sie es anzieht. Also heisst das, unser Gesetz und unser Wertesystem ist gut und jenes schlecht? Und was sagt uns das, über unsere Haltung und unser Menschenbild?
  • Kommentar von Theresia Weber  (Resi)
    Schade! Als ich anfangs 70-iger Jahre im Iran unterwegs war, galt kein Kopftuchverbot. Die Schönheit der iranischen Frauen fand ich total verblüffend. Ein Geschenk der Natur das versteckt bleiben soll.
    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Iranerinnen auf ihre Schönheit zu reduzieren finde ich sexistisch und despektierlich.
    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @HP, jetzt kriegen Sie sich wieder ein. Die Frauen wurden nicht auf ihre Schönheit reduziert. Aber gerade deswegen, weil unter diesem unförmigen Unding von Textilstück ihre Schönheit nicht zum Vorschein kommt, ist es sehr augenfällig, wie schön sie sind, wenn sie sich um unförmigen Unding von Textilstück befreien. Ich, Frau, finde sie auch aussergewöhlich schön, die persischen Frauen.
  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Toll,im Gegenzug kritisiert der Mullahstaat die Schweiz wegen Nichteinhaltens der Menschenrechte.Selten so gelacht.
    1. Antwort von Edi Steinlin  (Chäsli)
      Richtig, aber unsere Führungsriege in Bern will ja überall mitmachen, pardon mit zahlen.