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Studie von Unicef Millionen Kinder leben in Gefängnissen, Heimen oder Lagern

  • Die Entwicklung beim Schutz der Rechte von Kindern weltweit stagniert. Das schreibt das Kinderhilfswerk Unicef in einem Bericht zu 30 Jahren Kinderrechte.
  • Laut Unicef sterben Kinder zwar seltener in ganz jungen Jahren, sie seien aber neueren Bedrohungen wie zum Beispiel dem Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing ausgesetzt.
  • Grundsätzlich seien die Fortschritte nicht gleichmässig verteilt.
  • Besonders tragisch: Etwa sieben Millionen Mädchen und Knaben werden nach der Unicef-Studie weltweit ihrer Freiheit beraubt.
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Aus dem Archiv: Kinderrechte – 30 Jahre UNICEF
Aus 10vor10 vom 15.11.2019.
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Demnach müssen sie in Gefängnissen, in Polizeigewahrsam, in Flüchtlingslagern, unter Zwang in Behindertenheimen oder in Fürsorgeinstitutionen leben. Die Dunkelziffer könnte noch höher sein, teilten die Autoren in Genf mit. Sie nannten ihre Schätzung vorsichtig.

Nach der Studie werden jährlich 410’000 Kinder in Haft genommen, eine Million sind demnach in Polizeigewahrsam. 330’000 Knaben und Mädchen würden als Flüchtlinge festgehalten. Weitere 5,4 Millionen Minderjährige müssten in Heimen leben, die ihnen keine Freiheit gewährten.

Gefahr für Psyche: Haft von Kindern

Die Autoren warnen vor den Folgen der Freiheitsberaubung: Die Anzahl psychischer Krankheiten bei Kindern könne sich in Gewahrsam verzehnfachen. Zudem sterben die Betroffenen demnach im Schnitt deutlich früher als Gleichaltrige, die in Freiheit gelebt haben.

Vor 30 Jahren gaben die Vereinten Nationen ein Versprechen ab: Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes sollte Leben, Entwicklung und Schutz der Jüngsten sichern. Einiges ist vorangekommen, doch inzwischen wird die Lage teils wieder schlechter.
Legende: Vor 30 Jahren gaben die Vereinten Nationen ein Versprechen ab: Die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes sollte Leben, Entwicklung und Schutz der Jüngsten sichern. Einiges ist vorangekommen, doch inzwischen wird die Lage teils wieder schlechter. Keystone / Archiv

Mädchen und Knaben einzusperren, verstosse gegen die UNO-Kinderrechtskonvention. Diese erlaube lediglich, Minderjährige kurzzeitig und auch nur als letzte Option zu internieren. Zwar sei in den vergangenen Jahren mehr getan worden, um dem Problem zu begegnen. Nach Ansicht der UNO-Experten muss aber noch mehr passieren, damit Kinder nicht länger in Unfreiheit leben müssen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Nur verschärft Adoptionsbedingungen munter weiter. Nur tabuisiert die Verhütungsmittel für Drittländer munter weiter. Fakt ist, dass jeder ein Kind zeugen darf, wer es kann. Wer aber so ein notleidendes Kind aufnehmen will, muss sich zuerst bis zur Unterhose (oder darüber hinsaus) ausziehen, um nachzuweisen, dass er fähig ist, das Kind zu leben und zu erziehen. Selber schuld, Weltgemeinschaft, den Zug habt Ihr verpasst. Repr. Medizin ist auf dem Vormarsch, eigene Kinder wurden jedem lieber.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Weitere 5,4 Millionen Minderjährige müssten in Heimen leben, die ihnen keine Freiheit gewährten. Was sich die wissende zivilisierte Welt da an Mitschuld aufladet, ist ungeheuerlich. Für Kriege und Erzeugung von Menschenelend sind Milliarden Dollar im Einsatz, jedoch für Mittel die derartig unhaltbare Zuständen bei Kindern radikal entgegen tritt, nur Brosamen . Wie bleibt die Empathie der Ersten Welt ? Auch für diese missbrauchten Kinder gilt der Greta - Protest !
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