- Rettungsteams haben in Laos fünf der Goldsucher lebend gefunden, die seit mehr als einer Woche in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossen waren.
- Die Männer seien in Sicherheit, teilten die Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People aus Laos und die thailändische Rettungseinheit MTK übereinstimmend mit.
- Nach zwei weiteren Vermissten wird noch gesucht.
Auf Videos aus dem südostasiatischen Land war zu sehen, wie sich Retter um den Hals fielen und Freudenschreie ausstiessen, einige brachen vor Erleichterung in Tränen aus. Aber nach zwei weiteren Vermissten wird noch gesucht.
«Um 16:30 Uhr haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben fünf Personen gefunden. Wir suchen noch nach den beiden anderen», schrieb der thailändische Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong auf Facebook. «Wir werden Lebensmittel und Medikamente bringen, um die fünf Personen zu versorgen», hiess es in einer anderen Mitteilung auf Facebook. «Die Überlebenden sind Berichten zufolge hungrig und erschöpft, aber in stabilem Zustand», schrieb die Zeitung «Laotian Times». Mehr Details zu der Rettung wurden zunächst nicht bekannt.
Vom Hochwasser überrascht
Die insgesamt sieben Männer waren seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng in Laos eingeschlossen. Zusammen mit drei weiteren Einheimischen suchten sie dort nach Gold, als die Höhle plötzlich nach starkem Regen geflutet wurde und teilweise einstürzte. Lange war völlig unklar, ob sie noch lebten.
Drei der Männer hatten sich vor den Wassermassen in Sicherheit bringen können und Alarm geschlagen. Die Wasserstände in der Höhle waren am Dienstag deutlich gesunken, zitierte das Nachrichtenportal «Thai Enquirer» den thailändischen Einsatzkoordinator. Daraufhin konnten die Retter sich teilweise nur kriechend in extrem engen Gängen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen.
Hilfe aus Thailand
Rettungsteams aus Thailand waren am Wochenende am Unglücksort eingetroffen. Das Gebiet ist durch schroffe Berge und dichten Dschungel geprägt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane.
Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten – auch wegen der Erfahrung thailändischer Einsatzkräfte bei der damals international beachteten Rettung einer Jugendfussballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018. Auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailändischer Kollege Norrased Palasing, die bereits an der spektakulären Rettung in Tham Luang beteiligt waren, unterstützen die Mission.
Die Einsatzkräfte hatten zuvor zusätzliche Sauerstoffflaschen und Sicherheitssysteme für den Fall neuer Überschwemmungen installiert. Zudem versuchten Teams, mit Belüftungsrohren die schlechte Luftqualität in der Höhle zu verbessern. Parallel suchten weitere Retter ausserhalb der Höhle nach alternativen Zugängen über senkrechte Felsschächte.