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Suchtmittel E-Zigaretten: Trendig, aber heimtückisch?

  • E-Zigaretten gelten mit schicker Aufmachung und coolen Geschmacksrichtungen als trendig.
  • Im 8. Bericht über die Tabak-Epidemie schlägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm: E-Zigaretten würden das Risiko erhöhen, dass minderjährige Nutzer später rauchen.
  • Minderjährige Nutzer würden später zwei- bis dreimal häufiger zur herkömmlichen Zigarette greifen als andere Jugendliche.
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Aus dem Archiv: Wie schädlich sind E-Zigaretten?
Aus Tagesschau vom 07.09.2019.
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Die langfristigen Folgen von E-Zigaretten seien noch nicht erforscht. «Aber es zeichnet sich zunehmend ab, dass diese Produkte nicht harmlos sind», schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im 8. Bericht über die Tabak-Epidemie. Manche der Flüssigkeiten enthielten doppelt so viel Nikotin wie herkömmliche Zigaretten.

Definition der E-Zigarette

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Die WHO definiert E-Zigaretten als Geräte, in denen Flüssigkeiten erhitzt werden. Die entstehenden Aerosole werden inhaliert. Sie enthalten oft Geschmacksstoffe wie «Lakritz», «Gummibärchen» oder «Zuckerwatte»; Chemikalien, die schädlich sein können, und teils Nikotin, aber keinen Tabak. Anders funktionieren Tabakerhitzer als Alternative zu Zigaretten: Bei diesen wird Tabak erhitzt und nicht verbrannt.

In Studien seien bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Lungenprobleme nachgewiesen worden.

Vorwurf an die Tabakindustrie

Selbst in angeblich nikotinfreien Produkten finde sich das Suchtmittel oft, sagt WHO-Tabak-Experte Rüdiger Krech: «Das ist nur eine Methode, wie die Industrie die Tabak-Kontrollmassnahmen unterläuft.» Für die Verbraucher sei es schwierig, Produkte mit und ohne Nikotin zu unterscheiden.

Das ist nur eine Methode, wie die Industrie die Tabak-Kontrollmassnahmen unterläuft.
Autor: Rüdiger Krech WHO-Tabak-Experte

Die WHO warnt vor Avancen der Hersteller, die versuchen, für ihre Produkte Ausnahmen von lang etablierten Rauchverboten – etwa in Innenräumen – zu erreichen. Sie würden dadurch versuchen, das Rauchen wieder salonfähig zu machen.

«Elektronische Nikotingeräte müssen besser reguliert werden», verlangt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. «Wo sie nicht verboten würden, sollten Behörden Kinder, Jugendliche und andere Zielgruppen besser vor den Schäden durch solche Geräte schützen.»

In der EU werden nach Angaben der WHO Tausende verschiedene Marken von E-Zigaretten- und -Liquids (Flüssigkeiten) vertrieben. Der globale Umsatz sei zwischen 2014 und 2019 von rund 2.8 Milliarden Dollar auf 15 Milliarden Dollar gestiegen.

SRF 4 News, 27.07.2021, 15 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Macher  (M.Macher)
    Die DPA Nachricht stösst mich jetzt nicht so fest. Wenn man die Finanzierung der WHO im Bereich Tabak anschaut widerspiegelt es die ideologische Haltung der Geldgeber. Alle Aussagen über E-Zigaretten haben 0 bis geringe Evidenz. Die aussage über Nikotin in Nikotinfreien Produkten ist so absurd, dies kann sich keine Firma leisten. Was mich eher stört ist das Video das schon 2019 fragwürdig war und mit heutigem Wissensstand über die Vorfälle in den USA einfach in den Abfalleimer gehört.
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    "Selbst in angeblich nikotinfreien Produkten finde sich das Suchtmittel oft,"
    Das sehe ich als das grösste Problem dabei.

    Einfach wäre es, wenn man die Vorstände (der Firmen) für diesen Betrug verurteilen würde. Weil sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind.
  • Kommentar von Hans Fürer  (Hans F.)
    E-Zigaretten trendig? Nach meiner Beobachtung ist das bereits wieder vorbei. Eine Zeitlang sah man auf jedem Bahnperron einige Leute dampfen, seit mehreren Wochen ist mir keine einzige Person mehr dadurch aufgefallen.