Zum Inhalt springen
Inhalt

Südpolarmeer schützen Pläne für weltgrösstes Meeresschutzgebiet gescheitert

Legende: Video Pläne für Schutzgebiet gescheitert abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus SRF News vom 02.11.2018.
  • Im Weddell-Meer in der Antarktis hätte ein mehr als 1,8 Millionen Quadratkilometer grosses Schutzgebiet eingerichtet werden sollen.
  • An einer Meeresschutz-Konferenz auf der australischen Insel Tasmanien scheiterte dieser Plan am Freitag jedoch vorerst.
  • Das Schutzgebiet-Projekt wurde von Russland und China blockiert, und auch von Norwegen kam Widerstand.

In Tasmaniens Hauptstadt Hobart berät alljährlich die internationale Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis aus mehr als zwei Dutzend Staaten. Sie ist zuständig für die Kontrolle der Fischerei sowie die Ausweisung von Schutzgebieten.

Grösstes Randmeer

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
Karte
Legende:SRF

Das Weddell-Meer ist das grösste der rund 14 Randmeere des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent. Der Name stammt von dem britischen Segler James Weddell, der 1823 in das bis dahin nahezu unberührte Gebiet vorstiess. Die Antarktis ist internationales Gebiet. Zahlreiche Länder unterhalten dort einige Dutzend Forschungsstationen.

Im Antarktisvertrag von 1959 ist bestimmt, dass das Gebiet nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden darf. Seit vergangenem Jahr gibt es dort bereits ein Schutzgebiet, das Rossmeer (Ross Sea).

Der Vorschlag fürs Weddell-Meer kam von der EU und wurde auch vom Bundestag unterstützt. Er soll nun nächstes Jahr erneut beraten werden. Es wäre das grösste Meeresschutzgebiet der Welt.

Bald durch Fischerei bedroht?

In dem Gebiet leben mehr als 300'000 Kaiserpinguine. Dort sind auch Blauwale, Seeelefanten, antarktische Seebären sowie seltene Seevögel zuhause. Bisher blieb das Weddell-Meer von Fischerei weitgehend verschont, weil grosse Teile ständig von Eis bedeckt sind.

Wegen des Klimawandels wird jedoch erwartet, dass Fangflotten auf der Jagd nach Krill und Seehecht bald auch dorthin kommen. In den Gebieten weiter nördlich werden jährlich Hunderttausende Tonnen Krill gefischt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alexander Ognjenovic (Alex)
    Es ist egal was manche Staaten entscheiden! Fakt ist wir benötigen möglichst viel Naturschutzgebiete auf dem Land wie auch im Wasser! Das Weddelmeer und auch viele weitere Meere müssen so schnell wie möglich als Naturschutzgebiete anerkannt werden und niemand darf dort fischen! Ich persönlich würde mich gerne einsetzen für das Recht der Pinguine! Besonders sensibel müssen wir Menschen mit dem Nordpolargebiet und mit dem Südpolargebiet umgehen! Beide Polargebiete sind sehr wichtig für die Natur!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Ognjenovic: Leider ist es nicht egal was gewisse Länder meinen, denn sie machen die Gesetze. Aber sie haben natürlich recht dass es so viele Naturschutzgebiete geben sollte wie möglich, auf dem Land und im Wasser. Das Südpolarmer wäre ideal weil die menschlichen Eingriffe selten sind verglichen mit dem nördlichen Polarmeer oder anderswo auf der Erde.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Ist ganz einfach darzulegen, welche 2 wichtigen Probleme durch die Zweibeiner zu lösen sind: Das Stoppen der Bevölkerungsexplosion und das Leben MIT der Natur und nicht GEGEN die Natur. Da gehört auch der Schutz des Nord- und Südpols dazu. Gelingt eines von Beiden nicht, ist Lichter löschen für den Homo Sapiens Sapiens in einigen Hundert Jahren, sollten beide Probleme nicht gelöst werden, wirds wohl schon in 50 bis 100 Jahren "finster" für die Zweibeiner. - Oder etwa nicht??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Häberli: Natürlich haben sie in gewissem Sinne Recht. Aber wie wollen sie die Bevölkerungsexplosion stoppen, jede(n) zwingen zu verhüten? Natürlich sollte man mit der Natur leben und nicht gegen sie, aber wer kann das noch? Ausser Urvölker in Lateinamerika, Afrika oder Asien.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Ist doch egal.... wenn der Mensch sich selbst von diesem Planeten befreit hat geht das Leben hier wieder los... oder, wozu andere Lebewesen schuetzen wenn man sich selbst (der Mensch..) nicht mal beschuetzen kann..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Nanni: Natürlich wäre die Erde besser dran wenn der Mensch sich selbst ausrottet. Aber was ist dann mit den hochgefährlichen menschlichen Hinterlassenschaften wie z.B. Atommüll, Plastikmüll, usw..?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen