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Tag der Deutschen Einheit Hätten Sie es gewusst? Acht Fragen zur ehemaligen DDR

Ein Foto, ein Satz, eine Grafik, eine Zahl: Was ist gesucht?

Was haben diese Dinge gemeinsam?

Grafik mit Zeitung, Brot, Bier, Wurst
Legende: SRF

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Brot, Milch, Zeitungen oder Billetts für Tram und Zug: Die Preise für Grundbedürfnisse waren in der DDR staatlich subventioniert und wurden künstlich tief gehalten.

Viele Produkte kosteten über Jahrzehnte etwa gleich viel. Der sogenannte Einzelhandelsverkaufspreis (EVP) war fest auf den meisten Verpackungen aufgedruckt und änderte sich selten.

Das führte manchmal zu Verschwendung. So verfütterten zum Teil Bauern frisches Brot an ihre Tiere. Luxusgüter wie Fernseher oder Waschmaschinen waren dagegen extrem teuer.

Was haben Fahrzeuge und Zahlen miteinander zu tun?

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13.5, 14.5, 15: Diese Zahlen bezeichnen die Jahre, die ein DDR-Bürger mindestens auf den von ihm bestellten Trabant, Wartburg oder Škoda warten musste. Zwischen zwölf und 17 Jahren betrug die Wartezeit je nach Automarke.

Jeder DDR-Bürger ab 18 Jahren konnte sich in eine Warteliste für sein Wunschauto eintragen. Da niemand wusste, wann er an der Reihe sein würde, trug sich in vielen Haushalten jedes volljährige Familienmitglied in eine solche Liste ein.

Weil neue Fahrzeuge Mangelware waren, waren Gebrauchtwagen begehrt. Sie kosteten oft mehr als ein neues Auto.

Warum ging dieser Satz in die Geschichte ein?

Zitat: Nach meiner Kenntnis ist das unverzüglich, sofort.
Legende: SRF

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Diesen Satz bezeichnet die «Süddeutsche Zeitung» als ein «historisches Versehen»: Der SED-Politiker Günter Schabowski hielt am 9.November 1989 eine Pressekonferenz ab, bei der es auch um die neuen Reisebestimmungen für DDR-Bürger ging.

Ein neues Reisegesetz sollte nach einer Sperrfrist am 10. November in Kraft treten, doch Schabowski übersah die Frist. Auf Nachfrage eines Journalisten bekräftigte er, die Einführung trete «unverzüglich» in Kraft.

Presse und Bürger interpretierten Schabowskis Äusserung als sofortige Öffnung der DDR-Grenze. Das leitete den Fall der Berliner Mauer ein.

Was hat diese Distanz mit der DDR zu tun?

Karte Entfernung Luzern - Bellinzona
Legende: SRF

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111 Kilometer: So lang sind sämtliche Akten, die im Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde lagern. Zusätzlich umfasst das Archiv knapp zwei Millionen Fotos, knapp 3000 Filme und 23'000 Tondokumente. Der Staatssicherheitsdienst (Stasi) war die Geheimpolizei und der Nachrichtendienst der DDR.

Seit 1990 sind beim Stasi-Unterlagen-Archiv mehr als 3.3 Millionen Anträge auf Akteneinsicht von Bürgerinnen und Bürgern gestellt worden.

Was wird hier verglichen?

Bildvergleich

Regler nach links verschiebenRegler nach rechts verschieben
Legende: .SRF

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98 versus 9 Prozent: Während in der BRD fast alle Haushalte ein Telefon besassen, war ein eigenes Telefon in ostdeutschen Privathaushalten die Ausnahme. Meist brauchte man die Dringlichkeitsbescheinigung eines Betriebs oder einer Institution, um überhaupt die Chance auf einen Anschluss zu haben.

In kleineren Orten hatten oft nur Ärzte oder Handwerker ein eigenes Telefon. Wer Glück hatte, konnte bei einem Nachbarn telefonieren. In manchen Neubaugebieten teilten sich mehrere Mieter einen Anschluss. Ansonsten blieben zum Telefonieren nur das Postamt oder eine öffentliche Telefonzelle.

Welches Schicksal teilten diese 140 Menschen?

Grafik mit vielen Menschen drauf
Legende: SRF

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Mindestens 140 Menschen starben zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer. Darunter sind Menschen, die auf der Flucht nach West-Berlin erschossen wurden, Menschen, die sonstwie an der Berliner Mauer verunglückten, aber auch Grenzsoldaten, die während ihres Dienstes an der Berliner Mauer getötet wurden.

Nicht mitgezählt sind Personen, die an der 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze zu Tode kamen. Ihre Zahl liegt um ein Vielfaches höher, je nach Quelle bei rund 600 bis 700 Menschen.

Welche Entwicklung ist hier zu sehen?

Diagramm mit zwei Kurven
Legende: SRF

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Die Kurven illustrieren, dass die DDR während ihrer vier Jahrzehnte dauernden Existenz immer ein Abwanderungsland war. Lebten 1950 rund 18.4 Millionen Menschen in der Deutschen Demokratischen Republik, waren es 1989 noch 16.4 – ein Rückgang von elf Prozent. In derselben Zeitspanne wuchs die Bevölkerung der BRD von knapp 51 um rund 23 Prozent auf 62.7 Millionen Menschen an.

Hauptgrund für den Bevölkerungsschwund in der DDR waren die Flucht und die Übersiedlung in die BRD. Einen geringeren Einfluss hatte die Verringerung der Geburtenrate nach Einführung der Pille. Ein weiterer Grund war, dass Heimatvertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches nicht in der DDR blieben, sondern in den Westen weiterzogen.

Die Abwanderung setzte sich nach der Wende fort. Heute leben in Ostdeutschland noch etwa 12.5 Millionen Menschen.

Warum waren lange Pausen keine Seltenheit?

Arbeiter sitzen am Tisch und machen Pause
Legende: getty images / ullstein bild

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In der DDR herrschte Vollbeschäftigung, es gab offiziell keine Arbeitslosigkeit. In den Betrieben hatten die Beschäftigten aber oft nicht genug zu tun. Schätzungen zufolge war jeder siebte Arbeitnehmer in der DDR aus betriebswirtschaftlicher Sicht überflüssig. Die Arbeitsproduktivität war nicht einmal halb so hoch wie in Westdeutschland.

Zum einen lag die Ursache der verdeckten Arbeitslosigkeit in den vielen politischen und sozialen Auflagen, die dazu führten, dass ein Betrieb mehr Personen als nötig beschäftigte. Zum anderen waren Organisations- und Planungsmängel der Grund, zum Beispiel wenn benötigtes Material fehlte und die Produktion deshalb stillstand.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Sand  (Jürg Sand)
    Leander Studer, Ihnen und Ihren „Likern“ empfehle ich Literatur. Da wäre beispielsweise „Wohn-Haft“ von Manfred Haferburg, da lernen Sie „das Gute“ der DDR kennen. Übrigens kannte ich Personen, keineswegs unsympathische, die fanden, dass auch unter Hitler nicht alles schlecht war. Auch die zynischste Diktatur hat ihre Profiteure und Anhänger.
  • Kommentar von Telemach Hatziisaak  (THI)
    Die produktive Arbeitszeit eines hiesigen Bankangestellten - so war vor wenigen Jahren in unseren Medien zu lesen - beträgt 3-4h/Tag. Der Rest ist bezahlten Zeit, welche mit Surfen im Internet und Erledigung privater Angelegenheiten gefüllt wird.
  • Kommentar von Telemach Hatziisaak  (THI)
    Und hier noch ein paar Zahlen:
    0 = Höhe der Semestergebühren an der Uni.
    0 = Höhe der monatlichen Krankenkassen-Prämie.
    0 = Monatlicher Beitrag an Kindertagesstätten.
    0 = Kosten für Lehrbücher an weiterführenden Schulen.
    12 = Bezahlter Mutterschaftsurlaub in Monaten, an dem auch Väter teilhaben konnten.
    Die DDR hatte auch eine zutiefst menschliche, soziale Seite.
    1. Antwort von Stefan Wälchli  (Stefan Wälchli)
      ...da verschlägts einem die Sprache, "eine zutiefst menschliche Seite". Sie wissen wer dies alles bezahlt hat? Niemand. Der Staat ging bankrott. Zuerst Utopie, dann zutiefst unmenschliche, mörderische DDR. Der Skandal: Es gibt heute noch nicht wenige Leute im Bundestag, welche dieses verbrecherische Regime schönreden.
    2. Antwort von Joseph de Mol  (Molensepp)
      Wenn der Preis dafür die Freiheit ist, verzichte ich nur allzu gerne auf die 0!
    3. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      So etwas findet man auch in Dänemark und dort sind die Leute angeblich glücklicher als überall sonst.
    4. Antwort von Fred Apostel  (fapostel)
      Hier muss ich klarstellen...
      - Als Fernstudent zahlte man Semestergebühren.
      - Beiträge zur Sozialversicherung (Rente, Krankenkasse, Unfall) zahlte man auch (20% je zur Hälfte Arbeitgeber/Arbeitnehmer, max. 120 DDR-Mark mtl.).
      - Lehrbücher gab es kostenlos leihweise von der Schule, konnten jedoch auch gekauft werden.
      Das alles waren natürlich keine grossen Summen und die vielgelobte Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik konnte so nicht aufgehen.
    5. Antwort von Ulrich Thomet  (UTW)
      Ergänzung, nicht abschliessend:
      Studium nur für SED Mitläufer
      Sippenhaftung, Familienangehörige büssten für regimekritische Familienmitglieder
      Denunziation wurde belohnt
      Null Umweltschutz

      Die DDR hätte auch eine zutiefst menschenverachtende, grausame Seite.