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Ein Auszähl-Debakel bei den Demokraten
Aus HeuteMorgen vom 04.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.
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Technik-Debakel in Iowa So lacht das Netz über die Demokraten

Darauf hatten viele gewartet: Die ersten Vorwahlen der US-Demokraten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. Doch funktioniert hat bei der Auszählung im Bundesstaat Iowa nicht viel. Noch immer liegen keine Resultate vor. Insbesondere aus dem Lager von US-Präsident Donald Trump liess der Spott nicht lange auf sich warten.

«Wenn die Demokraten nicht einmal eine Vorwahl zustande bringen, die sie vier Jahre vorbereiten konnten, wie sollen sie denn ein Land regieren?» Diese Frage stellte der Präsidentensohn Donald Trump Jr. – und war damit nicht alleine.

Auch Trump verhöhnt die Demokraten

Auch Trump verhöhnt die Demokraten

Auch der US-Präsident hat sich über die Vorkommnisse bei den Demokraten geäussert – wie für ihn üblich auf Twitter. Er sprach dabei von einem «vollkommenen Desaster». Nichts funktioniere, genau wie als die Demokraten das Land geführt hätten, spottete Trump.

Trump führte als Beispiel die Website von Obamacare an, die fünf Milliarden Dollar gekostet und nicht funktioniert haben soll. Es handelt sich um eine Behauptung, die Trump in der Vergangenheit schon öfters aufgestellt hat.

Auf alle Fälle sei er der einzige, der in Iowa gestern einen Sieg haben einfahren könne. Trump hatte zuvor erwartungsgemäss mit überwältigender Mehrheit die erste Vorwahl der Republikaner gewonnen. Er hat keine ernstzunehmenden Herausforderer.

Auch der Wahlkampfmanager des US-Präsidenten, Brad Parscale, äusserte sich in eine ähnliche Richtung. Die Demokraten könnten nicht einmal eine Vorwahl ausführen, wollten aber die Regierung übernehmen – «Nein, Danke!» schrieb er auf Twitter.

Auch der ansonsten Demokraten-freundliche Sender CNN fand deutliche Worte für den chaotischen Caucus in Iowa. Der Sender sprach von einem «unglaublichen Versagen». Man sehe die Reden von allen Kandidaten – ohne Resultate.

Im Internet verbreiteten sich rasch auch humoristische Meldungen. Wer sich schnell über die Resultate und die Vorwahlen informieren wollte, der fand schliesslich ziemlich chaotische Verhältnisse vor.

Da unklar blieb, wer denn am Ende das Rennen gemacht hat, sich Kandidaten jedoch dennoch vor ihren Anhängern als Sieger ausgaben, wurden auch eher unwahrscheinliche Ausgänge prognostiziert. «Wieso nicht Beto O'Rourke zum Gewinner machen?», schlug ein Trump-Unterstützer vor.

Das Problem: Der scharfe Trump-Kritiker Beto O'Rourke hat sich schon vor Monaten aus dem Rennen um die demokratische Kandidatur genommen. Im Endeffekt sind nach dieser turbulenten Vorwahl einige froh, wenn überhaupt jemand als Gewinner daraus hervorgeht.

«Someone will win» – diese Voraussage dürfte eintreffen. Auch in Europa haben User die Vorkommnisse mit grossem Interesse verfolgt. In Österreich wurden Erinnerungen an die Bundespräsidentenwahl 2016 wach, die sich gleich wegen mehrerer Pannen in die Länge gezogen hatte.

Sendebezug: SRF 4 News, 03:00 Uhr

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Und die Moral dieser Geschichte ist wohl die, dass E-Voting ein NO-GO ist. Hier wird wenigstens mal so richtig aufgezeigt, was da im Netz so alles möglich ist. Ich habe mehrere Jahrzehnte im IT-Bereich gearbeitet. Glaubt mir, E-Voting ist ein absolutes NO-GO wenn auf auf seriöse Wahlen wert legt.
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Lacht nicht, das da ist die real-existierende E-Voting-Zukunft mit gesinnungs-technisch bedingten Programierfehlern, damit auch das gewünscht Ergebnis rauskommt und nicht vom Wähler bestimmt wird. Das da wird so ähnlich auch bei uns passieren können. Also lacht da bitte nicht zu laut, sondern lernt daraus und sieht euch vor um nicht ins selbe Problem hinein zu laufen.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Die Basler haben ihre Fasnacht mit den Schnitzelbängken, die Demokraten in Iowa haben ihre elections...
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