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Markt in Bagdad, der zerstört ist.
Legende: Al-Schaab wird vor allem von Schiiten bewohnt. Diese Religionsgruppe betrachtet der IS als Abtrünnige. Keystone
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International Terror in Bagdad – erneut sterben mehr als 60 Menschen

In der jüngsten Terrorwelle ist Iraks Hauptstadt Bagdad erneut Ziel schwerer Explosionen: Bei einem Doppelanschlag werden Dutzende Menschen getötet. In den vergangenen Tagen hatten mehrere schwere Anschläge das Land erschüttert. Urheber ist die sunnitische Terrormiliz IS.

Gleich drei Bomben explodierten am Dienstag in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Dabei wurden mehr als 60 Menschen getötet, über 140 verletzt.

Im nördlichen Stadtteil al-Schaab sprengte sich eine Frau auf einem Markt in die Luft. Die traurige Bilanz: 45 Tote, über 90 Verletzte. Al-Schaab wird vor allem von Schiiten bewohnt. Auch im Stadtteil Sadr City – ebenfalls mehrheitlich von Schiiten bevölkert – sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft: 18 Tote, 57 Verletzte. Im Stadtteil al-Raschid explodierte eine Autobombe: 4 Tote, 21 Verletzte.

Zu den Anschlägen bekannte sich noch niemand. Allerdings hatte die sunnitische Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) die Verantwortung für eine Serie von Attentaten in und um die irakische Hauptstadt übernommen. Bei diesen Attentaten wurden rund 100 Menschen getötet. Der IS betrachtet die Schiiten als Abtrünnige.

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Die verhängnisvolle Linie im Sand
Aus Tagesschau vom 16.05.2016.
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Grund für die Anschlagserie könnte eine Machtdemonstration der Dschihadisten sein. Der IS kam durch Offensiven der irakischen Armee und der internationalen Militärkoalition in die Defensive. Der IS ist aber noch lange nicht geschlagen: Die Organisation kontrolliert immer noch grosse Teile im Westen und Norden des Landes.

Derweil wird die Bevölkerung immer wütender. Die Menschen werfen der Regierung vor, sie sorge nicht für die Sicherheit.

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