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Soldat erschiesst Mann Terroranschlag in Brüsseler Bahnhof vereitelt

Fünf bewaffnete Soldaten.
Legende: Belgische Soldaten patrouillieren nach der Explosion im Brüsseler Zentralbahnhof. Keystone
  • Ein Soldat hat im Zentralbahnhof Brüssel einen Verdächtigen «ausser Gefecht gesetzt». Der Mann ist tot.
  • Es habe eine kleine Explosion in der Nähe der angeschossenen Person gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Weitere Opfer gab es nicht.
  • Die Explosion wird von der Staatsanwaltschaft als Terroranschlag behandelt, wie sie bekannt gab.
  • Unter den Reisenden brach Panik aus: Der Bahnverkehr wurde unterbrochen, das Bahnhofgebäude evakuiert.

«Es gab eine kleinere Explosion an oder beim Mann», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der etwa 30-Jährige sei von Soldaten «neutralisiert» worden. Die Nachrichtenagentur Belga berichtete, er sei später seinen Verletzungen erlegen.

Der Bahnhof war nach der Explosion gesperrt worden. Auch umliegende Gebäude wurden geräumt. In der Nacht wurde der Zugverkehr in der belgischen Hauptstadt aber wieder aufgenommen, allerdings ohne Halt am weiterhin gesperrten Hauptbahnhof.

Terrorwarnstufe nicht angehoben

Im Zentralbahnhof und auf den Perrons war nach der Explosion Panik ausgebrochen. Viele Menschen seien schnell in Restaurants und andere Gebäude gelaufen, berichtete eine DPA-Reporterin.

Der belgische Ministerpräsident Charles Michel kündigte für den Mittwochvormittag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats an. Die Terrorwarnstufe im Land wurde zunächst aber nicht auf das höchste Niveau angehoben.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Fast alle bisherigen muslimischen Terroristen waren den Behörden als Extremisten bekannt gewesen. Für die rundum Beobachtung hatte man nicht genügend Personal, oder fand es nicht so wichtig. Diverse Moscheen und deren Umfeld mit den Hass-Predigern sind ebenfalls bekannt. Die Finanzierungen aus KSA, aber auch anderer muslimischer Länder sind den Behörden auch bekannt. Die Geheimdienste arbeiten scheinbar öfters mit Extremisten zusammen, wie z. B. mit Anis Amri.
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  • Kommentar von Benjamin Perez (Adelante)
    Gratuliere dem Soldaten für die rasche Handlung, damit hat er sehr wahrscheinlich Opfer verhindern können. In der Schweiz wäre dieser Soldat nach einer ellenlangen Untersuchung zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt und nach verbüsster Strafe wohl noch geächtet worden. 200 Jahre nach seinem Tod vielleicht rehabilitiert....-:)
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Blödsinn, unsere Nothilfegesetze funktionieren genau gleich
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Ich möchte mich bei SF bedanken das Sie bei den letzten Attentaten keine Kommentare zuliessen. Ich möchte Sie moralisch Unterstützen dies auch weiter zu tun, den wenn man gewisse Unappetitlichen Kommentare lesen muss nach einem solchen Verbrechen, Fragt man sich schon wie Zynisch und an teilnahmslos gewisse Menschen sind, Sie sehen sich sogar in den Situationen als wichtigerer Mittelpunkt an. Danke für diesen Entscheid! Grüsse aus dem heissen Spanien D.Röthenmund
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Sowohl Sie als auch srf haben in dieser Hinsicht meine volle Unterstützung. - srf hat wohl die potenzierend destruktive Wirkung des repetitiven Schlagabtauschs mit den immer gleichlautenden Argumenten in seinen eigenen Foren erkannt. Es mag zwar etwas zynisch tönen, aber zum journalistischen Handwerk gehört auch, mit der (seitens srf immer angebrachten) notwendigen Begründung das eigene Medium nicht als Plattform für solche Meinungsäusserungen und Entwicklungsspiralen zur Verfügung zu stellen.
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