Terrorverdächtige in Brasilien festgenommen

Zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hat die brasilianische Polizei zehn Terrorverdächtige festgenommen. Offenbar hatten Mitglieder der losen Gruppe mehrfach ihre Loyalität zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zum Ausdruck gebracht.

Ein Soldat bewacht eine Sporstätte der Olympischen Spiele in Rio. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Während der Olympischen Spiele stehen rund 85'000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Reuters

In Brasilien hat die Polizei zehn Personen festgenommen. Sie sollen Anschläge während der Olympischen Spiele geplant haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen hätten Mitglieder der Gruppe die Extremistenmiliz IS unterstützt – jedoch keinen konkreten Kontakt mit der Terrororganisation gehabt, sagte Justizminister Alexandre Moraes. Nach Angaben des Ministeriums sei kein konkretes Ziel eines eventuellen Anschlags bekannt.

Die Festgenommenen hätten nur per Internet miteinander kommuniziert und sich nicht persönlich gekannt. Einer habe versucht, Gewehre zu kaufen. Bereits im April waren die Ermittler auf die Gruppe mit dem Namen «Verteidiger der Sharia» aufmerksam geworden und hatten sie seither ständig beobachtet. Die Behörden hätten sich zum Handeln entschlossen, als die Gruppe angefangen habe, Aktionen zu planen.

Die Olympischen Spiele 2016 werden vom 5. bis zum 21. August 2016 in Rio de Janeiro ausgetragen. Rund 85'000 Sicherheitskräfte sollen im August die ersten Olympischen Sommerspiele in Südamerika schützen.