Zum Inhalt springen

Trauer um Nelson Mandela Friedensstifter über den Tod hinaus

Seit mehr als fünf Jahrzehnten herrscht Eiszeit zwischen den USA und Kuba. Ausgerechnet an der Trauerfeier für Nelson Mandela ist es zu einer Begegnung von vielleicht symbolischer Bedeutung gekommen. US-Präsident Barack Obama schüttelte dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro die Hand.

Legende: Video Historischer Handschlag? Barack Obama und Raúl Castro abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.12.2013.

Nach 1945 wurde die Welt quasi in Ost und West aufgeteilt. Nirgendwo war der eiserne Vorhang so präsent, wie auf Kuba. Wirtschaftsembargo, unzählige Attentatspläne und schliesslich noch die gescheiterte Invasion von bewaffneten Exilkubanern im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA.

Erst 16 Jahre nach diesem Fiasko, das unter dem Stichwort «Schweinebucht-Affäre» in die Geschichtsbücher einging, eröffneten die USA wieder eine diplomatische Vertretung in Havanna. Seit 1961 vertritt die Schweizer Botschaft in Havanna die Interessen der USA; umgekehrt spricht die Schweiz in Washington seit 1991 für Kuba.

Die Wirtschaftsbeziehungen sind aber bis zum heutigen Zeitpunkt weitgehend eingefroren. Und nun dies: US-Präsident Barack Obama schüttelt auf dem Weg zum Rednerpult dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro die Hand.

Vielleicht bricht nun mit diesem historischen Händedruck zwischen dem sozialistischen Kuba und den USA ein neues Zeitalter an.

Was Obama an der Feier sagte

Vor dem bedeutungsvollen Händedruck von US-Präsident Barack Obama und dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro hielt Obama eine flammende Rede. Mehr dazu hier.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von kari huber, surin
    Obama war und ist eine Chance. Leider ist das US-Volk nicht bereit, Leute ins Parlament zu wählen, die nach Frieden streben. Wie alle Primitiven, glauben sie, dass die Welt ein Kuchen ist, den man aufteilen muss. Nur ausserordentliche Talente wie Obama wissen, dass Kooperation zu einer Vergrösserung des Kuchens führt. Das wollen natürlich die mediokren und geldgeilen Reps nie und nimmer. Schade, dass diese Chance wie viele zuvor verpasst wurden. Nun ist China am Zug.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Dieser "historische Händedruck" kam nur deshalb zustande, weil Raúl Castro sich gerade in der Reihe derer befand, denen Obama die Hände schütteln musste, und auch die Präsidentin Brasiliens kam direkt nachher dran. Sehen wir es klar: Eine wirkliche Veränderung in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba wird es erst dann geben, wenn der Castro-Clan nicht mehr an der Macht ist. Immerhin scheint mir Raúl um einiges vernünftiger und realitätsnaher als Fidel. P.S. Wo war denn dieser?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Walter Kathriner, Sarnen
      Juhuii Stump, haben Sie nicht gesehen und gehört oder hören Sie schlecht oder verstehen kein Englisch, was dort gesagt wurde über das Verhältnis zwischen Mandela und anderen aufstrebenden Staaten, und Kastro. Wenn Sie nicht noch in der Kindheit sind wissen Sie dass keine Afrikanische Staaten mehr als 50 Jahre von den Kolonial-Herren befreit sind, und was die hinterlassen haben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von joerg kretz, Guntershausen
    Obama das Chameleon! Fernsehgerecht hüpft er auf die Bühne, schüttelt dem Raul die Hände um jedoch kurz darauf in seiner Rede im Stadion von Soweto los zu wettern es gebe in der Welt weiterhin "zu viele Staatsmänner, die sich mit dem Freiheitskampf von Mandela solidarisch zeigen, aber in ihren eigenen Ländern keine Opposition dulden".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen