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Traurige Bilanz 2018 94 Journalisten und Medienschaffende wurden getötet

  • 2018 wurden 94 Journalisten und Medienschaffende bei ihrer Arbeit getötet, das sind zwölf mehr als letztes Jahr.
  • Der Trend der letzten drei Jahre, in denen die Zahl der getöteten Reporter jeweils gesunken war, endet damit.
  • Dies teilt die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) mit.
Legende: Video Aus dem Archiv: Das Time Magazin ehrt Reporter für ihre Arbeit abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus SRF News vom 11.12.2018.

Unter den diesjährigen Opfern sind demnach 84 Journalisten, Kameraleute und Techniker sowie zehn Medienmitarbeiter, die als Fahrer, Sicherheitskräfte oder Verkäufer gearbeitet hätten. Sechs davon waren Frauen. 2018 waren 82 Journalisten und Medienschaffende getötet worden.

Sicherheitskrise für Journalisten

Afghanistan führt die Länder-Liste mit den meisten getöteten Journalisten an. 16 Reporter und Medienschaffende wurden hier 2018 durch gezielte Tötung, Bombenanschläge oder im Kreuzfeuer getötet. In Europa wurden vier Journalisten getötet (Frankreich, Bulgarien, Türkei, Slowakei).

Diese Länder sind für Journalisten gefährlich

Länder
Anzahl Tote
Afghanistan16
Mexiko11
Yemen9
Syrien8
Indien7
Pakistan5
Somalia5
USA5
Philippinen3
Ecuador3
Brasilien3
Kolumbien
2
Palästina2
Guatemala2

Die aktuelle Sicherheitskrise für Journalisten werde gemäss der Journalisten-Föderation durch die Liste verdeutlicht. Die Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi sein der traurige Höhepunkt gewesen. Der regierungskritische Kolumnist der «Washington Post» war Anfang Oktober im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul von einem Spezialteam saudischer Agenten getötet worden.

IFJ-Präsident Philippe Leruth forderte die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf, das Abkommen für die Sicherheit und den Schutz für Journalisten anzunehmen. Dieses habe die IFJ den diplomatischen Vertretungen der UNO im New York im Oktober präsentiert.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Mazza  (Mysenf)
    Leider ist das manchmal der Preis, den diese mutigen Menschen bezahlen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ohne diese Menschen, ohne diesen Mut, würden wir heute im Dunkeln tappen und die Mächtigen würden uns noch mehr an der Nase herumführen. Von diesen ausserordentlichen Mut sollten wir uns alle einen Stück abschneiden!
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Ich finde das auch sehr tragisch. Aber manchmal muss ich schon sagen, dass die Journalisten zu weit gehen, vor allem in Ländern wo sie genau wissen, dass sie in Gefahr sind, wenn sie gegen die Regierung schreiben oder sprechen.Ich finde sogar, dass auch bei uns die Regierungen mehr Verantwortung übernehmen müssten für das was Journalisten berichten.Es kann doch nicht sein, dass einige Präsidenten von unseren Medien richtiggehend verleumdet werden, während unsere Regierungen mit ihnen verhandeln.
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  • Kommentar von Veronika Ballova  (Veronika)
    Die Slowakei ist kein Kriegsgebiet, es herrscht dort Frieden. Doch wurde ein Investigativ-Journalist mit seiner Freundin brutal erschossen, weil er über die Korruption und Verbindungen Mächtigen mit Mafia schreiben wollte. Ich dachte diese Praktiken der 90er Jahre sind vorbei. Lieder nicht. Wirklich traurige Bilanz
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