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Trotz massivem Rückgang Mütter- und Kindersterblichkeit – ein Todesfall alle elf Sekunden

  • Nach Schätzungen des UNO-Kinderhilfswerks Unicef und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Zahlen zu Kinder- und Müttersterblichkeit auf einem Tiefststand.
  • Die Todesfälle von Kindern bis fünf Jahren sind seit dem Jahr 2000 um fast die Hälfte zurückgegangen.
  • Todesfälle bei schwangeren oder gebärenden Frauen sanken um mehr als ein Drittel, wie die Organisationen mitteilten.

Der verbesserte Zugang zu bezahlbarer und guter Gesundheitsversorgung sei der Hauptgrund für die gesunkenen Sterblichkeitsraten. «In Ländern, in denen es eine zuverlässige, bezahlbare, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle gibt, können Frauen und Babys überleben und sich gut entwickeln», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Nach wie vor sind die Überlebenschancen für Mütter und Kinder global sehr ungleich verteilt. «Ein Kind zu bekommen ist für Frauen in Subsahara-Afrika 50 Mal gefährlicher als in Industrieländern, und ihre Kinder haben ein zehn Mal so hohes Sterberisiko», schreibt Unicef.

2018 starb im südlichen Afrika immer noch eines von 13 Kindern unter fünf Jahren. Zum Vergleich: In Europa erlebte durchschnittlich eines von 196 Kindern den fünften Geburtstag nicht.

Alle elf Sekunden ist eine Geburt eine Familientragödie.
Autor: Henrietta ForeUnicef-Exekutivdirektorin

Auf der ganzen Welt sterben jedes Jahr immer noch geschätzte 2.8 Millionen schwangere Frauen und Neugeborene. Das ist ein Todesfall alle elf Sekunden – laut UNO meist aus Gründen, die verhindert werden könnten.

Der Bericht

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Der Report «Levels and Trends in Child Mortality, Link öffnet in einem neuen Fenster» wird federführend von Unicef erstellt, die Zahlen zur Müttersterblichkeit kommen federführend von der WHO.

Der Bericht zeigt, dass 2018 nach wie vor 6.2 Millionen Kinder unter 15 Jahren aus meist vermeidbaren Gründen gestorben sind, davon waren 5.3 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Mehr als 290'000 Frauen sind 2017 an Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt gestorben.

Für Kinder ist das Sterberisiko im ersten Monat nach der Geburt besonders hoch, vor allem wenn sie zu früh, zu klein oder mit angeborenen Körperdefekten geboren wurden, wenn es Komplikationen bei der Geburt gab oder wenn die Babys eine Infektion haben.

Von den Neugeborenen, die ihren ersten Monat nicht überleben, sterben etwa ein Drittel am Tag der Geburt. «Rund um die Welt ist eine Geburt ein Anlass zur Freude. Aber alle elf Sekunden ist eine Geburt eine Familientragödie», erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

Todesfälle halbiert – aber es gibt viel zu tun

In den vergangenen Jahrzehnten verzeichnete die UNO aber erhebliche Fortschritte bei der Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit. Zwischen 1990 und 2018 sanken die Todesfälle von Kindern unter 15 Jahren um 56 Prozent von 14.2 Millionen auf 6.2 Millionen.

Die grössten Fortschritte machten ostasiatische und südostasiatische Länder. Die Müttersterblichkeit sank zwischen 2000 und 2017 um 38 Prozent, wobei es die grössten Verbesserungen in Zentral- und Südasien gab.

Nach Angaben der UNO sind die Fortschritte aber immer noch zu langsam, um die von den Vereinten Nationen festgelegten Entwicklungsziele zur Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit bis zum Jahr 2030 zu erreichen.

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