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International Trump: Merkels Politik ist «verrückt»

Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise sind «Umfragen nicht mein Massstab», sagt Kanzlerin Angela Merkel. Den Kurs ihrer Politik verteidigt sie und fordert von Asylbewerbern die Einhaltung von Regeln und Gesetzen ein. US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump verurteilt ihr Vorgehen als «verrückt».

Kanzlerin Merkel
Legende: Angela Merkel bleibt bei ihrer Linie in der Flüchtlingspolitik und fordert von Asylbewerbern die Achtung von Regeln ein. Keystone

Kanzlerin Angela Merkel hat sich von ihren sinkenden Zustimmungswerten unbeeindruckt gezeigt und den Kurs in der Flüchtlingskrise verteidigt.

«Umfragen sind nicht mein Massstab», sagte die CDU-Vorsitzende gegenüber der «Bild»-Zeitung. Sie verwies darauf, dass ihre Umfragewerte bereits in den vergangenen Jahren schwankten. Ihr Massstab sei die Lösung von Problemen. «Und darauf konzentriere ich mich voll und ganz.»

Umfragewerte im Sinkflug

Eine am Wochenende veröffentlichte Umfrage hatte ergeben, dass 48 Prozent der Bundesbürger Merkels Umgang mit der Flüchtlingskrise für falsch halten. Unterstützung bekommt sie demnach von 39 Prozent.

Die Regierungschefin verteidigte erneut ihre Einwanderungspolitik. «Für mich gehört es zur grundlegenden Menschlichkeit unseres Landes, dass man einem Flüchtling wie jedem anderen Menschen erst einmal freundlich entgegentritt», sagte sie der Zeitung.

Abschiebungspraxis ungenügend

Zugleich äusserte sie sich unzufrieden darüber, dass in ihrem Land nur eine Minderheit von abgelehnten Asylbewerbern abgeschoben wird. «Das ist in der Tat unbefriedigend.» Man denke gemeinsam mit Ländern und Kommunen über Verbesserungen nach.

Ein Problem seien etwa Krankschreibungen von Ausreisepflichtigen. «Eine weitere Schwachstelle ist, dass Rückführungstermine bisher angekündigt wurden. Das führte nicht selten dazu, dass die Person abtauchte.» Deswegen sollten diese Termine nicht mehr angekündigt werden.

Merkel: Keine Bedrohung durch Islam

Trotz der mehrheitlich muslimischen Asylbewerber sieht Merkel keine Bedrohung durch den Islam in Deutschland. «So etwas muss niemand befürchten. Deutschland, das ist und bleibt das Grundgesetz, die soziale Marktwirtschaft, Religions- und Meinungsfreiheit», sagte sie der «Bild». «Wir machen den zu uns kommenden Menschen vom ersten Tag an klar: Hier gelten Gesetze und Regeln des Zusammenlebens, die sie befolgen müssen. Nur so kann Deutschland für sie ein Ort des Schutzes sein.»

Dabei müssten Flüchtlinge und Asylbewerber «akzeptieren, dass in Deutschland Frauen und Männer die gleichen Rechte haben», sagte die Bundeskanzlerin. «Und sie werden sehen, dass Verwaltung bei uns nicht so funktioniert, dass man jemanden mit Geld bestechen kann und dann das gewünschte Ergebnis bekommt. Ich bin überzeugt, dass die meisten das alles respektieren und schnell schätzen lernen werden.»

«Verrückte» Politik Merkels

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hält die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin für «verrückt».

In einem Interview des US-Senders CBS sagte der Multimilliardär am Sonntag zugleich voraus, dass die Aufnahme Hunderttausender Menschen aus anderen Ländern zu Aufständen in Deutschland führen werde. «Ich habe immer gedacht, dass Merkel diese grosse Führungsperson ist», erklärte Trump. Was sie nun in Deutschland getan habe, «ist verrückt. Es ist verrückt.»

Donald Trump bei einer Rede
Legende: Ein vernichtendes Urteil über die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel kommt von Donald Trump. Keystone

Trump führt im Vorwahlkampf das Feld der republikanischen Präsidentschaftsbewerber an. Er hat angekündigt, dass er im Fall eines Sieges bei der Wahl im November 2016 syrische Flüchtlinge in den USA in ihre Heimat zurückschicken werde. Auch die schätzungsweise elf Millionen illegalen Einwanderer will er abschieben und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen, mit Toren, durch die «Gute» dann eines Tages zurückkehren könnten.

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Viele Kommentare hier sind natürlich ausschliesslich von der «Deutschland-Phobie» geleitet. Wenn Merkel von Trump als verrückt betitelt wird, ist diese eigentlich kein wirklicher Kommentar wert! Merkel gehört zu den cleversten Politikern /innen dieser Welt. Viele vergessen dabei, was sie Merkel zu verdanken haben. Sie ist es, die Europa zusammen gehalten hat, sie ist es, die viel Schaden von uns fern hielt als alle anderen den Kopf in den Sand steckten. Aber eben, Hauptsache gegen D meckern!
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Ich bin zwar alles andere als ein Merkel-Fan, möchte in diesem Zusammenhang mal daran erinnern, dass der CH Armee-General Blatter Manöver und Planspiele durchführte, da er eine Gefahr marodierender Flüchtlinge aus EU Ländern auf die CH zukommen sah. Das trat allerdings, dank solidarischer EU-Strategie, in keiner Weise ein. Die Flüchtlinge kommen jetzt aus völlig anderen Landstrichen, was Ihr "gescheiter" Herr Blater nicht vorhersah. Haben Sie noch mehr solche Chef-Strategen in der CH?
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Merkel hat das Szepter in der Hand. auch die Schweiz ist von ihrer Willkommenspolitik abhängig. Wir müssen tatenlos zusehen, wie sie immer mehr Flüchtlinge nach DE und Europa lässt, in der Hoffnung, dass "wir es schaffen". Wenn sie es einmal nicht mehr schafft, schickt sie die Flüchtlinge einfach in die Schweiz.
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Aber in einem hat sie recht, sie kritisiert die ineffiziente Rückschaffung bei Abgewiesenen. Sie sagt, Ausschaffungen sollen künftig unangemeldet abgewickelt werden, um Abtauchen zu verhindern. Eine solche Haltung wünschte ich mir von unsrer Regierung auch. Deswegen hat Holland schon seit Jahren geschlossene Empfangszentren für 1-2000 Bewerber samt nötiger Infrastruktur. Verfahren werden innert 2-3 Wochen abgewickelt, Abgewiesene sofort zum Flughafen begleitet, die andern aufs Land verteilt.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Merkel ist verrückt, die EU ist verrückt, die Welt ist verrückt.
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