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Tote und Verletzte nach Erdbeben in der Ägäis
Aus 10vor10 vom 30.10.2020.
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Türkei und Griechenland Erdbeben in der Ägais fordert mindestens 53 Tote

  • Zwei Tage nach dem Erdbeben in der Ägäis ist die Zahl der Toten in der Westtürkei und auf der griechischen Insel Samos auf mindestens 53 gestiegen.
  • Die türkischen Behörden teilten mit, dass von mehr als 800 Verletzten noch rund 200 in Behandlung seien.
  • Zahlreiche Menschen in der türkischen Küstenstadt Izmir konnten auch die zweite Nacht in Folge nicht in ihre Häuser zurückkehren

Izmir wurde vom schweren Erdstoss am Freitagnachmittag besonders stark getroffen. Vier Gebäude sind vollständig eingestürzt. Die Rettungsarbeiten sind auch am Sonntag weitergegangen. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, schwindet aber stündlich.

In der Nacht zu Samstag wurde in der westtürkischen Metropole Izmir nach 17 Stunden noch eine Frau aus den Trümmern gerettet, wie der Sender CNN Türk berichtete.

Das erste Beben vom Freitag hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6.6. Das Zentrum des Erdbebens habe in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir, rund 16 Kilometer nördlich der griechischen Insel Samos gelegen, berichteten türkische und griechische Medien. Seither ist es zu zahlreichen Nachbeben gekommen

Tote auch in Samos

Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren. Besonders die Insel Samos ist betroffen. Medienberichten zufolge wurden zwei Jugendliche nach den heftigen Erdstössen tot geborgen. Zuvor hatten griechische Behörden von acht Verletzten berichtet, die nach dem Erdbeben ins Krankenhaus der Insel gebracht worden waren. Über weitere Verletzte oder Tote herrschte in Griechenland noch Unklarheit.

In der Kleinstadt Vathy gab es einen Tsunami. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von der überfluteten Küstenpromenade, wo das Wasser Autos wegspülte. Auch auf Bildern aus dem türkischen Seferihisar waren überflutete Gassen zu sehen. Berichten zufolge hatte es auch dort einen kleinen Tsunami gegeben.

Hilfe angeboten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei.

Die Europäische Union und die Nato boten der Türkei und Griechenland Hilfe an. «Ich bin in Gedanken bei allen, die betroffen sind», schrieb EU-Ratschef Charles Michel auf Twitter. «Die EU hält sich bereit, Unterstützung zu leisten.»

SRF 4 News, 31.10.2020, 00:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Wädensweiler  (E. W.)
    Beim Andreasgraben treffen beide Erdplatten aufeinander. Schieben sie sich über einander, kommt es zu Erdbeben. So haben Experten vor Jahren berechnet, wann es u. a. in Istanbul, generell überall, wo entlang oder direkt über dem Andreasgraben gebaut worden ist, durch starke Erdbeben grosse Schäden entstehen.
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    1. Antwort von Markus Hausammann  (Markus Hausammann)
      Nein, das stimmt jetzt nicht, Frau Wädensweiler. Der San Andreas Graben befindest sich in Kalifornien, dort wo sich die Pazifische Platte und die Nordamerikanische Platte gegeneinander verschieben. Darum kommt es dort ebenfalls oft zu Erdbeben. Es gibt auch nicht nur zwei tektonische Hauptplatten sondern deren 7 plus viele kleinere. Die Situation im Mittelmeer ist komplexer, dort sind 3 Platten im Spiel und die Wirkungen nicht so einfach zu identifizieren.
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    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Es gibt keine Experten die Erdbebn im Voraus berechnen können. Schön wär's. Maximal die Wahrscheinlichkeit von Beben. Das ganze östl. Mittelmeer ist prinzipiell akut Edebengefährdet und zum San Andreas Graben lesen Sie bitte den Kommentar von M.Hausammenn.
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    3. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Stimmt natürlich. Es ist die Anatolische Erdplatte.
      Aber das Geo Forschung-Zentrum Potsam errechnete zusammen mit dem Kandilli Observatorium für Erdbebenforschung eine Wahrscheinlichkeit von 60% innerhalb der nächsten 3 Dekaden starke Erdbeben u. a. in Istanbul.
      Gab es mal eine interessante Doku darüber.
      Man kann die Wahrscheinlichkeit von Erdbeben durchaus berechnen.
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    4. Antwort von Charles Morgenthaler  (ChM)
      Die Wahrscheinlichkeit schon, aber nicht den Zeitpunkt.
      Bei 60% in den nächsten 3 Dekaden könnte es auch erst in 400 Jahren geschehen, oder schon nächste Woche.
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