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Illegale Massen-Party in Belgien artet aus
Aus News-Clip vom 02.04.2021.
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Über 1000 Feiernde Gewalttätiges Massentreffen in Brüssel sorgt für Empörung

  • Über tausend zumeist junge Menschen haben sich am Donnerstag in einem Brüsseler Park getroffen, ohne Abstands- und Hygieneregeln zu beachten.
  • Es kam zu heftigen Ausschreitungen, zwei Dutzend Polizisten und Polizistinnen wurden dabei verletzt.

Belgiens Ministerpräsident Alexander De Croo verurteilte das illegale Massentreffen und die Zusammenstösse als «völlig inakzeptabel». Auf Twitter kündigte er Unterstützung für die verletzten Polizisten und Polizistinnen an.

Wie die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstagabend unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, wurden bei dem Einsatz in dem Park unweit des Stadtzentrums mindestens 26 Beamte verletzt.

Erneute Feier angekündigt

Wasserwerfer, berittene Polizei und Polizeihunde kamen zum Einsatz. Schätzungen der Sicherheitskräfte zufolge versammelten sich rund 1500 bis 2000 Menschen im Bois de la Cambre, wo sie gegen Abstands- und Hygieneregeln verstiessen. Vor dem Massenauflauf war laut Belga über das Internet zu einer kostenlosen Musikveranstaltung aufgerufen worden. Für Freitagabend sei erneut eine Feier im Park angekündigt worden.

Bilder vom Ort des Geschehens zeigten blutüberströmte Polizistinnen und Polizisten, mindestens eine brennende Barrikade und offensichtlich betrunkene Jugendliche und junge Erwachsene. Auf einem Video, das vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTBF veröffentlicht wurde, war eine Aufforderung der Polizei zum Auflösen der Versammlung zu hören – zu Krawallen kam es augenscheinlich erst nach der Lautsprecherdurchsage.

Die Sicherheitskräfte wurden aus der teils sehr aggressiven Menschenmenge heraus mit Flaschen beworfen und von zahlenmässig überlegenen Randalierern in die Enge getrieben. Mindestens ein Beamter sei am Kopf getroffen und ins Krankenhaus gebracht worden, berichte Belga unter Berufung auf die Polizei. Nach Belga-Angaben von Freitag wurden 22 Menschen festgenommen.

Massentreffen in einem Park, Polizei schreitet ein.
Legende: Zu den Ausschreitungen kam es offenbar, als die Polizei per Lautsprecher forderte, die Versammlung aufzulösen. Keystone

De Croo sprach am Freitag zudem davon, dass er verstehen könne, wenn die Menschen Pandemie-müde seien. Er betonte jedoch, dass es die Hygieneregeln aus guten Gründen gebe und sich die Krankenhäuser füllten. In den vergangenen Tagen hatten bereits viele Menschen in Brüssel das warme Frühlingswetter in den Parks der Stadt genossen. Zu Szenen wie nun im Bois de la Cambre war es bislang jedoch nicht gekommen.

Zahlen stark ansteigend

Die Corona-Infektionszahlen in Belgien waren in den vergangenen Wochen dramatisch angestiegen. Inzwischen liegt die 14-Tage-Inzidenz offiziellen Angaben von Freitag zufolge bei knapp 560 Neuansteckungen pro 100'000 Einwohner. Schon im Herbst hatte das Land mit 11.5 Millionen Einwohnern zeitweise eine der höchsten Corona-Infektionsquoten in Europa verzeichnet. Strikte Beschränkungen bremsten die Ausbreitung des Virus jedoch vorübergehend.

SRF 4 News, 06.30 Uhr;

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Jérôme Meier  (jeromemeier)
    Seit Monaten gelten in Belgien strenge Corona-Regeln. Ein Gericht entschied nun: Die Einschränkungen sind unrechtmssig: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/belgien-corona-109.html
    1. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Genau mein Gedanke. Damit ist auch das Eingreifen der Polizei unrechtmässig.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Auch solche Gewaltaktionen ändern gar nichts an der Tatsache, dass die Pandemie, die Menschheit weltweit weiterhin fest "im Giff" hält!
    1. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Nein, es sind die Massnahmen die die Menschen im Griff haben
    2. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Die Pandemie hält niemanden fest im Griff, die Politiker und Politikerinnen tun es.
    3. Antwort von Philipp Reinhard  (Fippu)
      Die Massnahmen sind der Feind, das Virus ist eine Laune der Natur, welche es immer wieder gab in der Menschheitsgeschichte.
    4. Antwort von Claudia Beutler  (Claudia)
      Herr Reinhard, es gab immer schon Epidemien. Nur Führer starben die Menschen, weil man nicht wusste was man tuen soll. Heute weiss man es und hat die entsprechende Medizin. Die Massnahmen sind kein Feind sondern ein Schutz. Was ohne Schutz passiert, kann man derzeit in Brasilien beobachten.
      Bei uns läuft es wegen der Massnahmen besser, nicht trotzdem. Belgien hat, glaube ich, auch höhere Infektionszahlen als wir.
  • Kommentar von Emanuel Heitz  (ManuHuber)
    danke für die äusserst sachliche und wahre Berichterstattung :)