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Über 2500 Coronavirus-Tote Zahl der Toten in China steigt stark an

  • In China ist die Zahl der Toten stark angestiegen. Laut der nationalen Gesundheitsbehörde gab es 150 weitere Todesfälle – soviele wie noch nie innerhalb eines Tages.
  • Damit sind in ganz China über 2'590 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben.
  • Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen stieg um 409 – auf über 77'100.
  • Im ebenfalls stark betroffenen Südkorea stieg die Zahl der Betroffenen auch an.
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Aus dem Archiv: Kann das Coronavirus noch gestoppt werden?
Aus Tagesschau vom 23.02.2020.
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Die überwiegende Zahl der neuen Todesfälle und Infektionen wurden aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet.

Auch in Südkorea, wo sich gerade ein grösserer Ausbruch entwickelt, wurden zwei neue Tote durch die Lungenkrankheit und 161 neu entdeckte Infektionen gemeldet. Damit gibt es schon 763 Ansteckungen und sieben Todesfälle in Südkorea. In keinem anderen Land ausserhalb Chinas, wo das Sars-Co-Virus-2 im Dezember ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionen gemeldet.

Aus rund 30 Ländern und Regionen ausserhalb Festlandchinas sind mehr als 2200 Infektionen und 27 Todesfälle berichtet worden.

Milliarden für die Eindämmung des Virus

Indessen stellt China rund 14 Milliarden Franken für die Eindämmung des Coronavirus-Ausbruchs zur Verfügung. Wie die Finanzmittel verteilt würden, kündigte der stellvertretende Finanzminister Ou Wenhan während einer Pressekonferenz in Peking zunächst nicht an.

Die überwiegende Zahl der Toten und Infektionen in China wurden wieder aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet. Am Wochenende besuchte ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit chinesischen Kollegen die Provinzhauptstadt Wuhan.

Auch viele Ärzte und Pfleger haben sich angesteckt – nach Angaben von Staatsmedien mehr als 3000. Über das Wochenende starben drei Ärzte, zwei davon in Hubei. Im Alter von 29 Jahren starb Doktor Xia Sisi vom Xiehe Jiangbei Hospital in der Provinzhauptstadt Wuhan.

Arbeiter in der Provinz Hubei machen Pause vor geschlossenen Restaurants.
Legende: Arbeiter in der Provinz Hubei machen Pause vor geschlossenen Restaurants. Keystone

Grösste Gesundheitskrise seit 1949

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sprach am Vortag von der «grössten Gesundheitskrise» seit der Staatsgründung 1949. Er rief zu energischen Massnahmen zur Kontrolle der Epidemie auf.

Nachdem das wirtschaftliche Leben in der zweitgrössten Volkswirtschaft stark abgebremst worden oder mancherorts sogar zum Stillstand gekommen ist, rief der Präsident nach Angaben der Staatsmedien vom Montag aber auch dazu auf, je nach Einschätzung der Gesundheitsrisiken vor Ort die Arbeit und Produktion langsam wieder aufzunehmen.

In Regionen, wo die Gefahr «vergleichsweise niedrig» sei, solle sich der Kampf gegen das Virus darauf konzentrieren, eine Einschleppung zu verhindern, während die Produktion und das öffentliche Leben wieder begonnen werden sollten.

Gebiete mit einem «mittleren Risiko» sollten Arbeit und Produktion je nach der örtlichen Lage der Epidemie wieder anfahren, während Regionen «mit einem Risiko» sich hingegen weiter voll auf Kontrolle und Vorbeugung konzentrieren sollten.

Vier chinesische Provinzen – Yunnan, Guangdong, Shanxi und Guizhou – fahren ihre Notfallmassnahmen für das Coronavirus bereits zurück. Die örtlichen Gesundheitskommissionen teilten mit, dass Yunnan und Guizhou ihre Sofortmassnahmen von Stufe I auf Stufe III senken würden, während Guangdong und Shanxi ihre Massnahmen auf Stufe II herabstufen würden.

Wegen der starken Auswirkungen auf die Wirtschaft kündigte Xi Jinping eine aktivere Haushaltspolitik und Hilfen wie Steuererleichterungen besonders für kleine und mittelgrosse Unternehmen. Auch deutete der Präsident eine Lockerung der Geldpolitik an.

SRF 4 News; 06:00 Uhr; sda/koua

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Ernst  (io)
    In China sind bei 1.4 Miliarden Menschen bisher 2590 gestorben, das ist einer von ca.540000.
    In der Schweiz sterben bei 8.5 Mio. Einwohner Ca.1500 pro Jahr an der Grippe. Das ist einer von ca.5666.
    Ist klar dass man s nicht einfach so vergleichen kann. Aber ist schon irgendwie merkwürdig dass wir nicht alle mit Masken rumlaufen...
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  • Kommentar von Lesek Hottowy  (Lhot)
    Ohne die Gefahr zu unterschätzen aber könnten die Zahlen im Vergleich zu den gesamten Todesraten gestellt werden. Coronavirus hat da einen unbedeutenden Anteil.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es bedarf viel mehr, als nur "Medikamente" und Gesichtsmasken gegen diesen Virus. Fakt ist, die Menscheit beutet die lebenswichtge Natur aus, vergiftet, vermüllt, zerstört die eigene "Lebensgrundlage" rücksichtslos seit Jahrzehnten! Da muss sich niemend wundern, dass sich Krankheiten/Seuchen bilden, bilden können. Die Menschheit, jede/r einzelne KonsumentIn, muss endlich einsichtig werden und das eigene Konsumverhalten hinterfragen, ändern.
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Erklären sie mir mal was die Zerstörung der Lebensgrundlage mit dem Auftauchen von Viren zu Tun haben soll? Das HI Virus oder Masern tauchen ja auch nicht auf, weil Lebensgrundlagen zerstört werden....
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    2. Antwort von miri koch  (Fujisan)
      Ich glaube kaum, dass wir so unschuldig sind an der Entstehung von Seuchen, Viren oder resistenten Bakterien. Mit Milzbrand wurde auch leichtsinnig rumexperimentiert um Biowaffen herzustellen, HI-Virus haben wir womöglich einem misslungenen Laborversuch mit Affen zu verdanken ... Keine Ahnung wie's in diesem Fall entstanden ist aber auch Fledermäuse (gelten als Ursprung von Viren) müssen unseretwegen auf immer engere Lebensräume zurückweichen, was die Voraussetzungen für Krankheiten optimiert.
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    3. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Viren sind natürlichen Ursprungs und Viren mutieren sehr schnell. Viren sind nachgerade darauf ausgelegt möglichst star zu mutieren, damit sie sich schnell anpassen können. Viren wechseln den Wirt, das ist alt bekannt. Nicht endemische Viren verursachen solche Outbreaks, wie wir aktuell sehen. Marburg war so ein Fall (Affenbiss). Milzbrand ist eine bakterielle Erkrankung (Antrax) und keine Virale. Ihre diesbezüglichen Spekulationen gehen also völlig ins Leere.
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    4. Antwort von miri koch  (Fujisan)
      Viele besonders gefährliche Viren wie Ebola, Marburg, SARS oder das neue Coronavirus 2019-nCoV haben sich ursprünglich in Fledermäusen als Reservoirwirt entwickelt. Durch den Kontakt des Menschen mit Fledermäusen oder über ein anderes Tier als Zwischenträger gelang diesen Erregern dann der Sprung auf den Menschen. Mit der Zerstörung ihrer Lebensräume "rückt alles näher zusammen" — nehmen wir die Globalisierung hinzu und die Bedingungen sind Ideal für den Virus der davon lebt sich auszubreiten.
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