Zum Inhalt springen

Header

Video
«Eine kleine Überraschung» für Trumps Anhänger
Aus Tagesschau vom 05.10.2020.
abspielen
Inhalt

Überraschende Spritztour Show-Einlage von Trump kommt nicht überall gut an

Vor allem Mediziner sind entrüstet: Präsident Trump bringe mit seinem «politischen Theater» unnötig Menschen in Gefahr.

US-Präsident Donald Trump hat trotz seiner Corona-Infektion einen kleinen Ausflug im Auto unternommen. «Potus» liess sich überraschend an seinen Anhängern vor dem Walter-Reed-Spital bei Washington vorbeifahren. Das sorgt nun bei Ärzten und Politikern für heftige Kritik.

Besonders gross ist das Unverständnis bei den Medizinern. So schreibt der behandelnde Arzt James Phillips vom Walter-Reed-Militärspital auf Twitter, nun müsse jede einzelne Person im Auto wegen dieses völlig unnötigen Vorbeifahrens des Präsidenten für zwei Wochen in Quarantäne. Und weiter: «Sie könnten krank werden, sie könnten sterben wegen eines politischen Theaters.»

James Phillips vom Walter-Reed-Militärspital

Auch Jonathan Reiner, Professor für Medizin und Chirurgie an der Medizin- und Gesundheitsschule der George Washington University kritisiert den Ausflug von Trump: «Seine Ärzte hätten Nein sagen sollen. Sie müssen die Stirn bieten. Das hier ist falsch.»

Prof. Jonathan Reiner, Medizin und Chirurgie, George Washington University

Kritik gab es aber auch für die Aussage von Trump, er habe nun durch seine Ansteckung viel über das Coronavirus gelernt und verstehe es nun. Die Kritik kommt hier vor allem von seinen politischen Gegnern.

Weisses Haus verteidigt «kurzfristig geplante Fahrt»

So schreibt der aussenpolitische Berater der Wahlkampagne von Joe Biden, Tony Blinken, ebenfalls auf Twitter, dass diese späte Erkenntnis von Trump niederschmetternd sei.: «Sie hätten es 200'000 Tote früher tun sollen, nicht erst jetzt, wo Sie selbst betroffen sind. Wir wünschen Ihnen alles Gute, wünschten uns aber auch, Sie hätten Ihren Job getan. Bitte tun Sie es jetzt.»

Tony Blinken, Wahlkampfberater von Joe Biden

Polizisten räumen die Strasse vor  dem Walter Reed Spital, bevor Präsident Donald Trump vorbeifährt, um sich seiner Anhängerschaft zu zeigen.
Legende: Polizisten räumen die Strasse vor dem Walter-Reed-Spital, bevor Präsident Trump vorbeifährt, um sich seiner Anhängerschaft zu zeigen. Keystone

Im Weissen Haus wird die Ausfahrt des Präsidenten natürlich ganz anders bewertet. Der Sprecher Judd Deere erklärte, es sei eine kurze und kurzfristig geplante Fahrt gewesen, um die Anhänger zu grüssen. Und die Fahrt sei vom medizinischen Team als sicher genehmigt worden. Es seien angemessene Vorkehrungen getroffen worden, um den Präsidenten und das Personal zu schützen.

Und der Journalist Lou Dobbs von Fox News lobt auf Twitter den Präsidenten: «Man muss ihn einfach lieben, unseren Präsidenten. Er ist zwar ein schlechter Patient, aber ein grossartiger Anführer.»

Lou Dobbs, Journalist, Fox News

SRF 4 News, 05.10.2020, 09.45 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

61 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lilian Grünig Louis  (Lilian Grünig Louis)
    Ich bleibe dabei: es fällt mir schwer zu glauben, dass er dieses Virus wirklich hat und erachte diese Episode als eine weitere Show der niveaulosen Wahlsoapopera. Hoffe das Volk ist schlau genug. God bless America.
    1. Antwort von Walter Freiburghaus  (sophisticated)
      @ Lilian Grünig Louis: Aber klar, Sie brauchen nur etwa 30 Leute, vorwiegend aus dem medizinischen Umfeld, welche willens sind bei dieser Jahrhundertlüge mitzumachen und die dann auch noch für den Rest ihres Lebens verschwiegen sind, eine Kleinigkeit heutzutage!
      Fantasie, nimm deinen Lauf.
  • Kommentar von Karl Schlunegger  (Karl Schlunegger)
    er will um jeden Preis wiedergewählt werden, egal wie viel Menschenleben das kostet:
    nicht "America first" sondern für ihn nur "Trump first"
  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Was natürlich zu beachten ist, dass das Weisse Haus selbst auch ein Spital hat. Trump kann also auch im Weissen Haus krank sein.