Zum Inhalt springen

Header

Audio
Britischer Finanzminister wirft das Handtuch
Aus Echo der Zeit vom 13.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
Inhalt

Überraschender Rücktritt Britischer Finanzminister Sajid Javid räumt seinen Platz

  • Der britische Finanzminister Sajid Javid ist überraschend zurückgetreten.
  • Seine Nachfolge soll der bisherige Staatssekretär im Finanzministerium, Rishi Sunak, antreten.
  • Ebenfalls gehen muss Nordirland-Minister Julian Smith.

Die Kabinettsumbildung von Premierminister Boris Johnson fällt tiefgreifender aus als gedacht. Eigentlich galt der Posten des Schatzkanzlers als sicher. Der Posten gilt in Grossbritannien als wichtigstes Regierungsamt nach dem Premierminister.

Konfliktreiches Paar

Zwar kommt der Rücktritt als Teil einer seit langem erwarteten Kabinettsumbildung durch Premierminister Boris Johnson, doch eigentlich galt Javid als sicher in seinem Amt.

Zwischen Javid und Johnson hatte es immer wieder Konflikte gegeben. So preschte der nun geschasste Finanzminister kürzlich mit der Ankündigung vor, dass das umstrittene Bahn-Projekt HS2 fortgesetzt wird. Die Hochgeschwindigkeitstrasse soll die wirtschaftlich abgehängten Regionen in den Midlands und dem Norden Englands besser mit der Hauptstadt verbinden.

Ebenfalls gehen muss Nordirland-Minister Julian Smith. Und das, obwohl er erst vor kurzem mit der Wiederherstellung einer Regionalregierung für den britischen Landesteil einen grossen Erfolg verbucht hatte. Das Regionalparlament und die Regierung in Belfast waren zuvor drei Jahre lang blockiert, weil sich die zerstrittenen Parteien in der ehemaligen Bürgerkriegsregion nicht auf eine Koalition einigen konnten.

Aussenminister Dominic Raab hingegen darf auf seinem Posten bleiben, teilte der Regierungssitz Downing Street 10 per Twitter mit. Auch Innenministerin Priti Patel bleibt im Amt.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Das heisst im Klartext, Johnson's Spin Doctor Cummings (in den Karikaturen des Guardian als "der Dämon" bezeichnet) ist jetzt der Boss. Na dann, gute Nacht, England.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
      Was nicht im Artikel steht, ist der Grund für den Rücktritt. Johnson hat Javid gemäss Guardian dazu gezwungen, all seine Berater von Knall auf Fall auszutauschen, von einer Stunde auf die andere. Offensichtlich scheint Boris gerade eine Schnellbleiche in einer Grundausbildung zum Diktator zu machen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Leider scheinen Sie Recht zu haben. Johnson versucht derzeit auch a) auf Pressekonferenzen nur noch ihm genehmes Pressevolk zu zulassen b) zukünftig gar keine Pressekonferenzen mehr zu geben sondern nur noch von ihm bestimmten Mitteilungen zu veröffentlicht.
      Frei nach Shakespeare, "Es ist etwas faul im Königreich Britannien".
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Für die Zweifler Quelle ist die Sendung Zapp vom 12022020 vom NDR.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Es ist erschreckend. Auch in den USA. Gerade wurde die Anklage von Roger Stone fallen gelassen. Auf Druck der Regierung Trump. Rechtsstaat und Demokratie werden in beiden Ländern Schritt für Schritt ausgehebelt. Und die Anhänger sehen es nicht, oder es ist ihnen tatsächlich egal, solange ihre politische Seite dabei gewinnt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus InternationalLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen