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Überraschung in Washington Trumps UNO-Botschafterin Haley tritt zurück

Legende: Video UNO-Botschafterin Nikki Haley tritt zurück abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.10.2018.
  • Nikki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, verlässt ihren Posten per Ende Jahr.
  • Das gab Präsident Donald Trump vor den Medien in Washington bekannt.
  • Trump lobte die 46-Jährige für ihre Arbeit bei der UNO, sie habe einen «unglaublichen Job» gemacht.

Die Gründe für Haleys Rückzug blieben beim gemeinsamen Auftritt mit dem Präsidenten unklar. Die ehemalige Gouverneurin von South Carolina erläuterte lediglich, die sechs Jahre als Gouverneurin und die anschliessenden fast zwei Jahre in der internationalen Politik seien sehr intensiv gewesen.

Es sei wichtig zu verstehen, wann es an der Zeit sei, zur Seite zu treten und die Aufgabe an jemand anderen zu übergeben. Für die unmittelbare Zukunft hege sie keine Pläne. Auch eine Kandidatur fürs Präsidentenamt 2020 schloss sie explizit aus.

Die USA sind wieder stark. Andere Länder mögen vielleicht nicht immer, was wir tun. Aber sie respektieren, was wir tun.
Autor: Nikki HaleyAbtretende UNO-Botschafterin der USA

Die Zeit als UNO-Botschafterin sei aber eine grosse Ehre gewesen. Die Bilanz der US-Aussenpolitik in dieser Zeit fällt aus Haleys Sicht äusserst positiv aus: «Die USA sind wieder stark. Das sollte alle Amerikaner stolz machen.»

Trump will Nachfolge in den nächsten Wochen bekannt geben

Präsident Trump sagte, er freue sich für Haley, sei aber traurig, sie als seine Botschafterin bei den Vereinten Nationen zu verlieren. Er hoffe, dass sie dereinst in anderer Position zurückkehren werde. Für die Nachfolge der UNO-Botschafterin gebe es mehrere Anwärter. Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werde er einen Nachfolger verkünden.

Legende: Video Trump: «Wir haben gemeinsam viele Probleme gelöst» (englisch) abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.10.2018.

Kampf für eine schlankere UNO

Die 46 Jahre alte Haley hatte den Posten als UNO-Botschafterin im Januar 2017 fast ohne jegliche diplomatische Vorkenntnisse angetreten. Zuvor war sie Gouverneurin des Südstaats South Carolina und hatte dort nur vereinzelt mit ausländischen Delegationen zu tun. Bei den Vereinten Nationen trat sie stets resolut auf und setzte Trumps Kurs einer schlankeren UNO mit geringeren Beiträgen der USA zu Budget und Friedenseinsätzen konsequent um.

Schon vor gut einem Jahr war darüber spekuliert worden, ob Haley ihr Amt als UNO-Botschafterin aufgibt. Seinerzeit war ihr ein mögliches Interesse am Posten des damaligen Aussenministers Rex Tillerson nachgesagt worden. Anders als der eher wortkarge Tillerson trat Haley eloquent auf und nahm in politischen Verhandlungen häufig eine führende Rolle ein.

Zunächst bekämpfte Haley den Kandidaten Trump

Haley selbst hatte Donald Trump in dessen Wahlkampf im Jahr 2016 zunächst offen kritisiert, sich dann aber auf seine Seite geschlagen. Im vergangenen Monat schrieb sie in einem Beitrag für die «Washington Post» , sie stimme nicht in allen Punkten mit Trump überein. Sie sei aber stolz, seiner Regierung zu dienen. 2020 werde sie seine seine Kandidatur für die Wiederwahl unterstützen, sagte Haley heute.

Die in South Carolina geborene Republikanerin ist Tochter indischer Einwanderer. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Man sollte davon ausgehen das "Ivana Trump" erfolgreich die Nachfolgerin sein wird...Wetten?
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Heute lobt DT sie noch. Nachdem sie dann ein Buch über ihre Zeit mit DT veröffentlicht haben wird, wird er sie als hirnlose Lügnerin bezeichnen.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Man kann sich kaum vorstellen welche Kraft +liebe zur Gerechtigkeit +den USA dies erforderte, gegen die bis dahin „allheilige“ linke Alianz aufzutreten. Das kann keiner ohne innerste Überzeugung. Bravo Frau Haley!. Ich habe auch einmal versucht, zwar in einer winzigen Gemeinde, das Recht zu verteidigen. Ich hatte manchmal Angst am Rednerpult zu stehen +hoffte dass keiner meiner Gegner aus der gleichen Partei eine Schusswaffe hat. Man hat mit allen Mitteln versucht mich mundtot zu machen.
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