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Überschwemmungen in Jordanien Felsenstadt Petra evakuiert

Legende: Video Bitteres Spektakel abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.11.2018.
  • Wegen Überschwemmungen haben jordanische Sicherheitskräfte die Weltkulturerbestätte Petra evakuiert.
  • Mindestens elf Menschen sind in den Wassermassen schon gestorben.
  • Vorangegangen waren den Überschwemmungen sintflutartige Regenfälle.

In Petra sperrten die Behörden bereits gestern Mittag den Billettverkauf am Eingang, aus der eigentlichen archäologischen Stätte mussten laut Behördenangaben einige Hundert Touristen evakuiert werden. Aus den umliegenden Gebieten von Wadi Musa und Ma’an mussten über 4000 Menschen in Sicherheit gebracht und zum Teil evakuiert werden.

Neben den elf Toten gab es in verschiedenen Teilen des Landes auch Verletzte. Bereits vergangene Woche waren bei einem Unglück infolge plötzlicher Überschwemmungen 21 Menschen gestorben.

Reisewarnungen, geschlossene Schulen

Neben Touristen sind vor allem die Menschen betroffen, die der Nähe von Tälern wohnen: Tausende Familien mussten evakuiert werden, und auch das Zataari-Flüchtlingslager ist von den Wassermassen bedroht.

Für heute sind weitere Unwetter angekündigt: Es gibt Reisewarnungen, sogar Schulen wurden geschlossen und Prüfungen abgesagt, damit die Bewohner zuhause bleiben. Mehrere Strassen sind geschlossen. Der königliche Hof hat die jordanischen Flaggen ab heute für drei Tage auf Halbmast setzen lassen, um der Überschwemmungsopfer zu gedenken.

Einer der bekanntesten Orte des Nahen Ostens

Die im Süden des arabischen Landes gelegene Felsenstadt Petra zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens. Sie ist seit 1985 Unesco-Weltkulturerbe.

Gegründet von den Nabatäern, einem arabischen Nomadenvolk, war Petra bis zur Eroberung durch die Römer 106 n. Chr. Hauptstadt des Nabatäerreiches und ein Knotenpunkt für den Karawanenhandel von Saudi-Arabien nach Syrien.

Petra
Legende: Berühmt sind vor allem Petras in die Felswände gemeisselten 600 Grabanlagen. Imago

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Die Extremsituationen mehren sich weltweit durch den Klimawandel. Dies lässt sich nicht mehr leugnen. Nun hat es Petra getroffen, eine der blühendsten Städte in Jordanien. Ich mag mich nicht erinnern, dass Städte in dieser Region derart hart von Wasser- und Schlammmassen getroffen worden sind. Die Industrieländer sind aufgerufen, ihr Möglichstes zu tun, um Schadstoffausstösse wesentlich zu reduzieren. Das braucht den Willen aller Industrieländer und der einzelnen BürgerInnen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Die Natur und ihre Wetterkapriolen zeigen uns wer stärker ist. In vielen Teilen der Welt, hat sehr viele getroffen, sind die Wetterkatastrophen sichtbar und unberechenbar. Hitze, Feuer, Dürre, Überschwemmungen. Schlimm für all jene die es trifft. Leben, Hab und Gut verloren. Die Ärmsten spüren es am meisten. Vieles Menschengemacht. Immer noch nicht die Rede von Klimaveränderung oder???
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  • Kommentar von Ernst Baeppi (baeppi)
    an dieser stelle ein vermerk auf Geoff Lawtons "Greening the Desert" Projekt in Jordanien. Der von industrieller Landwirtschaft degradierte Boden Jordaniens kann mit Prinzipien der Permakultur erneuert werden. Der harte Boden wird wieder absorptionsfaehig und kann groessere Regenmassen aufnehmen, was wiederum grosses Leid verhindern kann!
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Vielen Dank für ihren Hinweis. Es lohnt sich mal hinzuschauen. Solche Projekte geben ein wenig Hoffnung.
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