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International Ukraine: Separatisten wollen bis zu 100'000 Kämpfer mobilisieren

Die prorussischen Rebellen in der Ostukraine haben eine «Generalmobilmachung» angekündigt. Wie die Mobilmachung durchgesetzt werden soll, gab Separatistenführer Alexander Sachartschenko nicht bekannt.

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Separatisten wollen Kräfte mobilisieren
Aus Tagesschau vom 02.02.2015.
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Der Separatistenführer im ostukrainischen Donezk, Alexander Sachartschenko, hat eine «Generalmobilmachung» in den kommenden Tagen angekündigt. Es sei geplant, bis zu 100'000 Kämpfer in der selbst ernannten «Volksrepublik Donezk» mobil zu machen.

Dies sagte Sachartschenko der Nachrichtenagentur der Rebellen, DAN. Dies solle in zehn Tagen geschehen. Wie die Mobilmachung durchgesetzt werden soll, gab er nicht bekannt. Die Separatisten hatten vergangene Woche erklärt, sie wollten ihre Offensive in den Regionen Donezk und Lugansk ausweiten. Ein Grossteil des Gebiets wird bis jetzt von Kiew kontrolliert.

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Eskalation in der Ostukraine
Aus 10 vor 10 vom 02.02.2015.
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Mindestens acht Tote

Bei den jüngsten Gefechten zwischen ukrainischen Truppen und prorussischen Rebellen wurden nach ukrainischen Behördenangaben mindestens acht Menschen binnen 24 Stunden getötet. Darunter seien fünf Soldaten, teilte ein ukrainischer Militärsprecher mit.

29 weitere Soldaten wurden demnach verletzt, Armeestellungen seien mehr als 100 Mal beschossen worden. Separatistensprecher Eduard Bassurin berichtete von etwa 7 Toten und 23 Verletzten in den eigenen Reihen. Die prorussischen Aufständischen gaben ukrainischen Regierungseinheiten die Schuld, unabhängige Berichte lagen zunächst nicht vor.

Russen befürchten offenen Krieg

In Russland befürchten einer Umfrage zufolge immer mehr Menschen eine weitere Eskalation des Konflikts. Die Zahl derer, die einen offenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine für «ziemlich wahrscheinlich» halten, sei innerhalb von drei Monaten von 17 auf 26 Prozent gestiegen, teilte das staatliche Meinungsforschungsinstitut Wziom mit.

Zehn Prozent der etwa 1600 Befragten sagten gar, in ihren Augen sei ein solcher Bruderkrieg bereits im Gange.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen , Bern
    Mal sehen, ob Putin 100,000 'Freiwillige' finden kann, die sich das in der Ostukraine antun wollen.
  • Kommentar von kari huber , surin
    Immer wieder erfrischend zu sehen, dass die - nach sowjetischer Lesart - "Nützlichen Idioten" immer noch voller Enthusiasmus Dinge schreiben, die kein aufgeklärter Leser glauben kann. Wahr ist doch, dass die Ukraine dem russischen Einfluss zugunsten wirtschaftlicher Aussichten entflohen war. Und wahr ist, dass ohne ständige Versorgung der "Separatisten" mit russischen Waffen und Soldaten der ganze Aufstand zusammenbrechen würde. Russland will Krieg, weil Russland die Ukraine will.
    1. Antwort von N.Belg , Luzern
      Wo sind ihre Beweise über "russischen Waffen"? USA regiert schon lange in der Ukraine, und ein Anruf genügt aus weissen haus den Krieg zu stoppen. Sie verbreiten aber mit "voller Enthusiasmus" diese Lügen "Russland Ukraine will".
    2. Antwort von H. Bernoulli , Zürich
      Russland hatte negativen ökonomischen Einfluss auf die Ukraine und die Mehrheit der Ukrainer wollten sich vom Einflussbereich Russlands lösen. Was ein Affront gegenüber Russland war, ist das Vorgehen der EU, welche mit der Ukraine über ein Abkommen verhandelte und Russland schroff aussen vor liess. Der 2. Affront war der US-Putsch mit Machtübernahme der US-Vasallen und Russophoben Poroschenko und Jazenjuk. Die USA wollten auf der Krim sogar ein Mil. Stützpunkt errichten!
    3. Antwort von H. Bernoulli , Zürich
      Russland will kein Krieg. Russland will aber nicht zulassen, dass die Separatisten besiegt werden - so jedenfalls hat sich Putin geäussert und bisher auch verhalten. Minsker-Gespräche war seine Initiative!
    4. Antwort von E. Waeden , Kt. Zürich
      Nun, werter Herr Huber, wenn Menschen, welche die Wahrheit sehen & erkennen können Idioten sind, dann bin ich es gerne! Und bitte können Sie uns verraten, welche wirtschaftliche Aussichten die Ukraine bei einer EU-Anbindung haben wird? Die EU selber wirtschaftlich auch nicht gerade glänzt & auch nicht durch positive Bilanzen auffällt, ist diese Frage also berechtigt, ob es der Ukraine besser als anderen EU-Mitgliedstaaten gehen würde.
  • Kommentar von V. Humbert , Carouge
    Tja. Langsam aber ganz sicher stellt sich die berühmte Frage: lieber ein Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende? All jene (Politiker) die uns weismachen wollen, eine militärische "Lösung" sei unmöglich machen sich oder doch "nur" uns etwas vor. Die "Separatisten" denken doch im Traum nicht daran, die Waffen ruhen zu lassen, ganz im Gegenteil, bei der militärischen Unterstützung Moskaus die Ihnen erlaubt eine Offensive nach der anderen zu starten. Militärische Intervention: unausweichlich!
    1. Antwort von N.Belg , Luzern
      Die Aufständischen machen richtig, je weiter die UA von Donezk und Lugansk sind, desto weiter und schwieriger wird diese Städte mit Bevölkerung zu bombardieren. Das ist nicht offensive, das ist defensive.
    2. Antwort von H. Bernoulli , Zürich
      Genau: auf die Unausweichlichkeit einer Mil. Intervention haben es die USA abgesehen - bzw. diese in Kauf genommen, falls sich Putin nicht beugt.