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Umdenken in den USA Illinois legalisiert als elfter US-Bundesstaat Cannabis

  • Der US-Bundesstaat Illinois hat mit der Legalisierung von Cannabis als Genussmittel seine Drogenpolitik neu ausgerichtet.
  • Am Neujahrstag trat ein Gesetz in Kraft, das allen Bewohnern ab 21 Jahren den Erwerb und Konsum von Marihuana zu Genusszwecken erlaubt.
  • Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA stuft Marihuana aber weiterhin als eine ebenso gefährliche Substanz ein wie LSD oder Heroin.
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Schlange stehen trotz Winterkälte: Illinois legalisiert Cannabis
Aus News-Clip vom 01.01.2020.
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«Wir stellen die Rechte von vielen zehntausenden Bürgern von Illinois wieder her», kommentierte Gouverneur Pritzker die Cannabis-Legalisierung. «Wir bringen Regulierung und Sicherheit in einen zuvor unsicheren und illegalen Markt. Und wir schaffen eine neue Industrie, die Gerechtigkeit zu ihrem Kern macht.»

Der Gouverneur begann zudem mit der Begnadigung von hunderttausenden Bürgern, die wegen geringerer Vergehen im Zusammenhang mit Cannabis-Konsum verurteilt worden waren.

DEA kämpft weiter gegen Cannabis

Jeder Einwohner in Illinois ab 21 Jahren darf nun bis zu 30 Gramm Cannabis, fünf Gramm Cannabis-Konzentrat oder 500 Milligramm des Cannabis-Wirkstoffs THC besitzen. Menschen, die nicht ihren Wohnsitz in Illinois haben, aber sich dort aufhalten, dürfen bis zu 15 Gramm Cannabis mit sich führen.

So ist es in der Schweiz heute geregelt

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Cannabis mit berauschender Wirkung gilt als verbotenes Betäubungsmittel. Erwachsene werden beim Konsum mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft. Jugendliche werden nach dem Jugendstrafrecht beurteilt. Der Besitz von Cannabis bis zu 10 Gramm gilt als geringfügige Menge und ist nicht strafbar.

Für die berauschende Wirkung von Cannabis ist Tetrahydrocannabinol (THC) zuständig. Produkte aus Hanfpflanzen, die sehr wenig THC (weniger als 1 Prozent) enthalten, können in der Schweiz legal verkauft und erworben werden.

Ausserdem vergibt die Regierung nun Lizenzen für den Anbau und den Vertrieb von Marihuana. In der Metropole Chicago bildeten sich am Mittwoch schon in den frühen Morgenstunden lange Schlangen mit hunderten Menschen vor legalen Cannabis-Verkaufsstellen.

DEA-Agenten
Legende: Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA sieht die Sachlage anders: Sie stuft Marihuana-Konsum als genauso gefährlich wie Heroin- oder LSD-Konsum ein. Reuters

Vor Illinois haben schon zehn andere US-Bundesstaaten sowie Washington D.C. Cannabis als Genussmittel legalisiert. In 34 Bundesstaaten sowie in der US-Hauptstadt ist der Cannabis-Konsum aus medizinischen Gründen erlaubt.

Grafik Cannabis
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25 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    An Herr Moreno: Den Alkohol habe ich nicht erwähnt weil es beim Thema um Cannabis ging. Natürlich denke ich über Alkohol nicht anders als über Cannabis. Wir sind nicht Der Staat aber sicher ein Teil davon.
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  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Wenn der Artikel mit Bildern angereichert wird dann bitte mit solchen aus zeitgenössischen und neutralen Quellen. Das BAG ist in dieser Angelegenheit parteisch und nicht auf der Höhe der Zeit. Für aktuelle Forschungsergebnisse bitte israelische, kanadische oder amerikanische Quellen heranziehen da wird teilweise seit 30 Jahren daran geforscht und Ergebnisse generiert, ich beziehe mich dabei auf das ominöse "medizinische Risiken ungenügend erforscht" des BAGs.....
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  • Kommentar von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
    Es wäre auch hierzulande mal an der Zeit, dass das Verbot belegt werden muss. Dh. genau aufgezeigt werden muss, aus welchen belegten Gründen diese für manche Menschen schlicht freiheitsberaubende Massnahme gehalten werden muss. Es gibt nämlich schlicht keine hieb- und stichfesten Gründe warum manche Menschen gür den Cannabisgenuss kriminalisiert oder gegängelt werden müssen.
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      An Herr Walcher: Ich würde Ihnen anraten sich mal mit den Folgen des Konsums dieser Droge auseinanderzusetzen, denn die haben es in sich. In kleinen Dosen mag Cannabis helfen, aber das Problem ist ja dass es Viele mit dem Konsum übertreiben. Ich glaube kaum dass Sie die Folgen als Steuerzahler mittragen wollen oder täusche ich mich da?
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