- Bei einem Strassenbahn-Unglück in Mailand sind wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele zwei Menschen ums Leben gekommen.
- Etwa 40 Menschen – die meisten davon Passagiere – wurden nach Angaben der Feuerwehr in der norditalienischen Grossstadt verletzt.
- Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ein.
- Das Tram, ein modernes Modell, soll erst seit wenigen Monaten im Einsatz gewesen sein. Es handelt sich offenbar um ein Fahrzeug von Stadler Rail.
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eilten fünf Krankenwagen zum Unfallort, während Rettungskräfte ein Zelt aufstellten, um den Verletzten zu helfen. Das lokale Verkehrsunternehmen Azienda Trasporti Milanesi ATM gab zunächst keinen Kommentar ab.
Nach Angaben von Augenzeugen hätte das Tram eigentlich geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Es kam erst im Eingangsbereich eines Restaurants zum Stehen. Die Fahrerkabine wurde schwer beschädigt.
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Bild 1 von 2. In Mailand ist es zu einem schlimmen Unfall gekommen: Ein Tram entgleiste und prallte in ein Gebäude. Dabei kam eine Person ums Leben. Bildquelle: IMAGO/Francesco Enriquez / ipa-agency.net.
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Bild 2 von 2. Der Unfall ereignete sich in der Via Vittorio Veneto. Eine voll besetzte Strassenbahn der Linie 9 prallte gegen 16:00 Uhr an einer Kreuzung gegen ein Gebäude. Bildquelle: REUTERS/Daniele Mascolo.
«Ich dachte, es sei ein Erdbeben», berichtete einer der Fahrgäste der Nachrichtenagentur Ansa. «Ich sass und fand mich zusammen mit den anderen Fahrgästen auf dem Boden wieder. Es war schrecklich», fügte er hinzu.
Ein Sprecher der Schweizer Firma Stadler Rail sagte der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage: «Wir bestätigen, dass es sich beim tragischen Unfall in Mailand um ein Tramlink-Milano-Fahrzeug handelt», teilte ein Stadler-Sprecher der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage mit. Seit etwa einem Jahr sind die neuen Strassenbahnen des Typs Tramlink von Stadler Rail in Mailand im Einsatz.
Stadler Rail stehe mit der Betreiberin Azienda Trasporti Milanesi in engem Austausch und unterstütze sie bei der Ursachenanalyse. Noch ist die Unfallursache unklar.