Die Wahrheit ist irgendwo da draussen – und laut US-Präsident Donald Trump sollen wir jetzt selbst herausfinden, was «zum Teufel» hier los ist. Mit diesen Worten in GROSSBUCHSTABEN und dem Zusatz «Viel Spass und geniesst es!» gab der US-Präsident rund 170 geheime UFO-Akten frei. Ein Fest für Hobby-Ufologen.
Das Pentagon hat für die Veröffentlichung eine Website im Retro-Look eingerichtet: Schwarz-Weiss-Bilder und Dokumente in Schreibmaschinenschrift lassen grüssen – ein bisschen wie bei den «X‑Files».
Echte Beweise für Aliens gibt es zwar nicht, dafür aber jede Menge Stoff für die Fantasie.
Die skurrilsten Highlights aus den Akten:
Der rasende Hüpfball: Ein Bericht aus Syrien beschreibt ein Objekt «in Form eines Hüpfballs», das 2023 mit konstanten 777 Kilometern pro Stunde für mindestens sieben Minuten über den Himmel raste. Offizielles Urteil der Beobachter: «harmlos».
Objekte aus dem Nahen Osten
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Bild 1 von 3. Diese drei Bilder von «UAP» wurden im Nahen Osten zwischen 2013 und 2022 aufgenommen. Bildquelle: US-Verteidigungsministerium.
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Bild 2 von 3. Die Abkürzung steht für Unidentified Aerial Phenomena also «Unidentifizierbares Luftphänomen». Bildquelle: US-Verteidigungsministerium.
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Bild 3 von 3. Bei diesem seltsamen achteckigen Stern könnte es sich laut einem Experten um eine Bildstörung der Kamera handeln. Bildquelle: US-Verteidigungsministerium.
Himmels-Akrobaten: Über Kasachstan beobachtete ein Pilot ein Objekt, das in rasender Geschwindigkeit 90-Grad-Kurven flog, Korkenzieher-Drehungen vollzog und in Kreisen manövrierte. Ein ähnliches Flugverhalten wurde 2023 über der Ägäis gemeldet, nur knapp über der Wasseroberfläche.
Football über dem Meer: Über dem Ostchinesischen Meer wurde 2022 ein «Football-förmiges Objekt» gesichtet. Weitere Details? Fehlanzeige.
Plötzlich weg: Ein Dokument beschreibt ein FBI-Verhör mit einem Drohnenpiloten, der im September 2023 berichtete, am Himmel ein «lineares Objekt» gesehen zu haben, dessen Licht so hell war, dass man «Streifen im Licht» erkennen konnte. Nach zehn Sekunden sei der Spuk vorbei gewesen: Licht aus, Objekt verschwunden.
Grüsse vom Mond: Schon die Apollo-Crews waren irritiert. Der zweite Mann auf dem Mond Buzz Aldrin (Apollo 11) sprach 1969 von einer «ziemlich hellen Lichtquelle». Die Crew von Apollo 17 meldete 1972 «sehr helle Partikel», die am Raumschiff vorbeizogen. Die trockene Antwort aus der Missionskontrolle in Houston: «Roger. Verstanden.»
Wissenschaftler bleiben auf dem Teppich
Experten bremsen die Euphorie. Ein Harvard-Astrophysiker hält die Mond-Sichtungen für simple Asteroideneinschläge. Und das als achtzackiger Stern gefilmte Objekt? Wahrscheinlich nur die Hitzesignatur eines Triebwerks, die in der Kamera eine Störung erzeugt habe.
Kritiker sehen in der Aktion ohnehin nur ein grosses Ablenkungsmanöver von politischen Problemen – darunter die ehemalige republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene. Auf X forderte sie die Regierung auf, statt solche Files über «fallende Engel oder Dämonen» zu veröffentlichen, lieber den «dummen» Krieg gegen den Iran zu stoppen.
Ob ausserirdische Technologie, geheime Militärprojekte oder einfach nur ein PR-Stunt: Die Akten sind wohl nicht mehr als Unterhaltung – ganz im Sinne von Trumps Aufruf.