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Ungelöster Konflikt Deutsche Bahn fährt wieder – weitere Streiks könnten folgen

  • Die Deutsche Bahn nimmt Kurs auf einen Normalbetrieb. «Der Bahnverkehr ist am Morgen nach Ende des GDL-Streiks weitgehend normal gestartet», teilte die Deutsche Bahn mit.
  • Im Fern- und im Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen solle wieder das komplette Fahrplanangebot fahren.
  • Der Arbeitskampf der Lokführergewerkschaft GDL war am Mittwochmorgen gegen 2 Uhr planmässig beendet worden.
  • Die Bahn stellte jedoch vorerst kein neues Tarif-Angebot in Aussicht und forderte die GDL erneut zu Verhandlungen auf.
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Aus dem Archiv: Wieder Streik bei der Deutschen Bahn
Aus Tagesschau vom 23.08.2021.
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Es war bereits der zweite Streik bei der Deutschen Bahn in diesem Monat. In der Nacht auf Montag begann die GDL die Arbeitsniederlegung im Personenverkehr, im Güterverkehr bereits am Samstag.

Weitere Streiks möglich

Eine Lösung des Tarifkonflikts ist indes weiter nicht in Sicht. Im Zentrum des Streits steht die Uneinigkeit darüber, wann die Beschäftigten Lohnerhöhungen erhalten sollen. Gerungen wird auch um eine mögliche Corona-Prämie sowie die Betriebsrenten.

Eine Bilanz der GDL zu dem Arbeitskampf steht noch aus. Weitere Streiks sind nicht auszuschliessen.

Fahrkarten bleiben vorerst gültig

Nach Angaben der Bahn wurde am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch daran gearbeitet, dass etwa 860 Züge im Fern- sowie rund 21'000 Züge im Regional- und S-Bahnverkehr wieder nach dem normalen Fahrplan verkehren können.

GDL-Streik bei der Deutschen Bahn beendet

Reisende sollten sich aber über die Fahrplanauskunft im Internet und in der App vorab informieren, ob es eventuell Abweichungen gebe, teilte die Bahn weiter mit.

Alle vom 23. bis einschliesslich 25. August gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom GDL-Streik betroffen seien, behalten laut Bahn ihre Gültigkeit und könnten bis einschliesslich 4. September flexibel genutzt werden.

Differenzen bleiben

Die Bewertungen des Streiks gingen auseinander. «Die GDL-Spitze hat auch beim zweiten Streik ihr eigentliches Streikziel nicht erreicht, nämlich ihren Einflussbereich auszudehnen», sagte ein Bahnsprecher.

Verzicht auf Boni

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Bahnchef Richard Lutz und die übrigen Konzernvorstände verzichten auf Boni für das Jahr 2021. Das geht aus einem Schreiben des Vorstands an Aufsichtsratschef Michael Odenwald hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Topmanager kommen damit einer Forderung des Bundestagshaushaltsausschusses nach. Die Parlamentarier hatten den Verzicht im Gegenzug für geplante Milliardenhilfen für die Bahn verlangt. Auch für 2020 hatte es einen solchen Verzicht gegeben.

GDL-Chef Weselsky wertete die zweite Runde im Arbeitskampf hingegen als Erfolg. «Der Arbeitgeber wäre gut beraten, die GDL nicht weiter herauszufordern und die Auswirkungen kleinzureden.»

Konkret fordert die Gewerkschaft eine Corona-Prämie von 600 Euro zusätzlich zu einer Lohnerhöhung von 3.2 Prozent. Diese will die Bahn aber nicht sofort, sondern in zwei Schritten zahlen: 1.5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1.7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024. Über die Corona-Prämie würde sie verhandeln, hat aber keine Summe genannt.

SRF4 News, 25.08.2021, 7:00 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Weber  (Heinz Weber)
    Streik ist ein legales Mittel für Gerechtigkeit zu kämpfen.
    Was aber die GDL in DE abzieht ist Gejammer von gut verdienenden Staatsbediensteten auf höchstem Niveau.
    Unter diesen Umständen ist das kein Kampf mehr um gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen, sondern um Erpressung.
    Das Lahmlegen von hier diesmal wirklich "systemrelevanten" Infrastrukturen ist schn beinahe kriminell.
    Ich bin eher linksorientiert, aber solche Lappalien gehören am Tisch verhandelt, nicht mit Erpressung.
  • Kommentar von Thomas Hinz  (FrediHinz)
    Gottlob herrscht in der Schweiz keine solche Streikkultur. Einfach nur unsäglich dieses Affentheater.

    Dabei bezahlt die DB höhere Tarife als manche Mitbewerber. Und "Corona-Prämie", was für ein Witz... Die Bahn hat bekanntlich sonst schon viel gelitten, die Aussichten sind ebenfalls schlecht. Erstaunlich, dass sich diese Gewerkschaften mit solchem Gebaren immer noch halten können. Aber selbst den Deutschen reichts lamgsam!