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Unglück bei Betankung Zwei US-Militär-Flugzeuge stossen in der Luft zusammen

Legende: Video Bilder der US-Militärbasis Iwakuni in Japan (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.12.2018.
  • Auf einem Trainingsflug vor der Küste Japans sind während einer Luftbetankung zwei US-Militärflugzeuge kollidiert und ins Meer gestürzt.
  • Zwei Besatzungsmitglieder konnten geborgen werden, einer von ihnen nur noch tot.
  • Die Such- und Rettungsaktionen für die restlichen fünf sind im Gang.

An Bord des Kampfjets F/A-18 Hornet befanden sich zwei Besatzungsmitglieder. Im Tankflugzeug KC-130 Hercules flogen fünf Besatzungsmitglieder mit.

Herkules-Tankflugzeug mit zwei ausgefahrenen Tankschläuchen in der Luft.
Legende: Über die Andockstutzen am Ende der Leitungen werden Kampfjets von Hercules-Tankflugzeugen in der Luft mit Treibstoff versorgt. Reuters

Die Maschinen prallten während des Tankvorgangs in der Luft zusammen und stürzten ins Meer. Noch in der Nacht brachen Suchtrupps zur Rettung auf, wie die US-Armee erklärte. Bisher bargen sie zwei Militärangehörige. Der eine befinde sich auf dem japanischen Stützpunkt Iwakuni und sei in stabilem Zustand. Die zweite Person habe erst 10 Stunden nach der Kollision tot geborgen werden können.

Wie es genau zum Zusammenstoss in der Luft kam, ist nicht klar. In einer kurzen Mitteilung spricht die US-Marine von einem «Missgeschick». Die beiden Maschinen waren von Iwakuni im Süden Japans zum Übungsfug gestartet. Hier betreiben die Amerikaner einen grossen Marinestützpunkt.

Beunruhigt über immer mehr Zwischenfälle

Das Unglück reiht sich in eine wachsende Anzahl von Flugunfällen der US-Armee in den letzten Jahren ein. Die angesehene US-Militärzeitschrift «Military Times» hat anfangs Jahr nachgerechnet und ist zum Ergebnis gekommen: Allein von 2013 bis 2017 ist die Zahl der Flugunfälle um 40 Prozent gestiegen. Mindestens 130 Militärangehörige seien bei diesen Unfällen ums Leben gekommen.

Kongressführer haben diese Häufung von Unfällen als «Krise» bezeichnet. Als Gründe werden verschiedene genannt: zu viele Kampfeinsätze, verschobene Modernisierungen des Flugmaterials, fehlende Ausbildung und generell eine alternde Ausrüstung.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    Es handelt sich um einen Unfall. Die Ursachen sind zu analysieren und die Probleme zu beheben. Kein Grund für einen politischen Schlagabtausch. Der SRF-Artikel ist knapp und informativ verfasst, die Bilder Geschmacksache.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Auch die Japaner sind "beunruhigt viele Zwischenfälle" der US-Army in Japan. Nur wird darüber kaum berichtet. Ich empfehle Ihnen die ZDF- Doku "Geheime Militärbasen-Strategie der USA".
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Eine Supermacht tut, was eine Supermacht eben immer tut. So geheim ist diese Strategie nun auch wieder nicht und wir sehen derzeit bei China, welches anfängt die gleiche Strategie anzuwenden oder Russland, welches um jeden ausländischen Stützpunkt wie verbissen kämpft. Die Interessen dahinter sind allesamt gleich. Wieso die USA Stützpunkte in Japan haben? Studieren Sie mal die militärische Zusammenarbeit der beiden Staaten seit dem 2. WK und schauen Sie auf eine Weltkarte.
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ich kenne die Geschichte, Mica - nur, der 2.WK ist vorbei. Damit sollten auch die Besatzungen der damaligen Siegermächte beendet werden, sei das in Europa, oder in Asien. DAS wäre ein internationaler Standard, den ich sehr begrüssen würde... und noch etwas: Niemand hat auch nur annähernd so viele Militärbasen in anderen Ländern wie Onkel Sam... NB in Syrien betreibt er derzeit illegal 17 Miltärbasen!
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    3. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Es geht nicht um Besatzung, sondern um die derzeitige militärische Zusammenarbeit. Diese ist zwischen diesen beiden Ländern äusserst ausgeprägt und hat sich seit dem 2. WK auch stark gewandelt. Natürlich hat die derzeitige Supermacht am Meisten ausländische Stützpunkte und auch die meisten militärischen Verpflichtungen weltweit. Die USA haben div. kleine Stützpunkte in Syrien. Russland hat seine Armee und Söldnertruppen. 17 illegale Militärbasen klingt natürlich schön dramatisch.
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    4. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, das klingt nicht nur dramatisch, sondern es ist es auch. Wenn es tatsächlich um eine Art "Zusammenarbeit" ginge und die Staaten (hier Japan und USA) Partner wären, dann müsste es ja auch möglich sein, dass es japanische Militärbasen in den USA gäbe... Meines Wissens gibt es KEINE EINZIGE ausländische Militärbasis in den USA - noch nicht einmal in einem der Nachbarstaaten oder sonst wo in Süd- oder Mittelamerika.
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    5. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Die Pseudo-Dokus von ZDF mag glauben wer will. Fakt ist: Die USA haben Japan und Westeuropa nach dem 2. Weltkrieg die Freiheit und den wirtschaftlichen Aufschwung gebracht. Stalin hingegen wollte die ganze Welt sozialistisch sehen. In China, Vietnam, Nordkorea, DDR etc. hat Stalin sein Ziel erreicht. Wieviele Leute sind in diesen Staaten verhungert? Millionen! Die USA und sicher nicht die Deutschen haben uns Freiheit und Wohlstand gebracht. Dem sollte man sich stets bewusst sein!
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    6. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Nein, es müsste keine japanische Basis in den USA geben, da die USA die Schutzmacht ist und nicht umgekehrt. Sie garantiert die territoriale Integrität Japans, dies auch beim Inselstreit mit China. Nein, es ist nicht dramatisch, sondern völlig normal, dass die USA Stützpunkte vor Ort haben, wenn sie in den Krieg involviert sind.
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    7. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Sorry - aber Fakt heute ist: Japan braucht heute keine "Supermacht", die ihren Wohlstand fördert... Mit den US- Marines gibt es viel Ärger in Japan - zudem kostet es den japanischen Steuerzahler viel Geld. Die Besatzung ist im Interesse Onkel Sams - nicht im Interesse Japans. Dasselbe gilt auch für andere Besatzungsstandorte. Informieren Sie sich mal über das Camp Bondsteel in Kosovo, über den Fliegerhorst Büchel oder über US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Da stehen die Leute auf und wehren sich
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    8. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Mica zu den 17 US- Militärbasen: Richard Black, Staatssenator Virginia, erklärte, dass die USA den Handel zwischen dem Iran und Syrien erschweren, indem sie das Gebiet im Norden des Euphrat besetzen, ganz im Sinne des "Plan B“, den der damalige Aussenminister Kerry angekündigt hatte. Der Online-Zeitung Syriatimes gegenüber äusserte er, dass die USA bis heute die Routen zwischen den Ländern blockieren, wo immer dies möglich ist, und dass sie illegitim 17 Militärbasen in Syrien errichtet haben.
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    9. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Das ist jetzt aber keine wirkliche Neuigkeit. Man versucht schon länger, nicht nur in Syrien, Geld-und Waffenfluss aus dem Iran zu verhindern. Die "Leute" stehen auf? Sie sehen eine Demonstration und denken diese würde dann die Einstellung aller Betroffenen Menschen abbilden? Ich bin mir sicher, dass bei einer Abstimmung die Stützpunkte gutgeheissen würden. Black darf seine Meinung darüber haben, manche Standpunkte zu Syrien sind kongruent mit meinen.
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    10. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Die derzeitige Verteidigungsarmee Japans ist keine glaubwürdige Abschreckung gegenüber China und die sonstigen Nachbarn Chinas sind grösstenteils auch nicht glücklich, wenn sich die USA aus der Region zurück ziehen. Die Kosten für Japan sind lächerlich im Vergleich zum Nutzen. Japan will nun zusätzlich sein Militär vergrössern und aufrüsten, dies eben auch aus Angst, dass die USA dereinst nicht mehr so zahlreich vor Ort sind.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    @SRF: Das Unglück geschah bei einer Luftbetankung (was kein leichtes Manöver ist) und ein reisserisches Bild einer F/A-18, die die Schallmauer durchbricht, hat in so einem Beitrag schlichtweg nichts zu suchen (getankt wird mit ca. 600km/h). Das ist Boulevard-Niveau, der Blick oder 20min darf das. Von SRF, den Sender, den ich zwangsweise bezahle, erwarte ich seriöse Nachrichten. Ein besseres Bild und eindeutig seriösere Infos findet Ihr beim The Aviationist.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Und einmal abgesehen davon sind bei diesem Unglück Menschen ums Leben gekommen. Insofern haben es die Hinterbliebenen der Opfer verdient, dass man seriös über das Unglück berichtet, Fakten schildert soweit bekannt und von reisserischen Schlagzeilen, die eh nur die B-Liga der Journalisten für gut befindet, absieht.
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    2. Antwort von SRF News
      Wir haben das Bild (als Symbolbild für den Flugzeugtyp, korrekt angeschrieben) entfernt.
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    3. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @SRF: Und durch ein richtiges ersetzt. Danke!
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