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Legende: Video Rauchwolke über Dserschinsk nach Explosion (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:05 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.06.2019.
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Unglück in Russland Viele Verletzte nach Explosionen in Munitionsbetrieb

  • Bei mehreren Sprengstoff-Explosionen in einem Munitionsbetrieb in der russischen Stadt Dserschinsk sind 85 Menschen verletzt worden. Tote gab es demnach nicht.
  • Darunter sind vier Schwerverletzte, teilte die Gesundheitsbehörde der Region der Agentur Interfax zufolge mit. Die Behörden riefen den Notstand aus.
  • 38 Werksmitarbeiter und Bewohner benachbarter Häuser hätten laut Interfax medizinische Hilfe gebraucht. 16 Menschen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

In russischen Medien waren eine riesige Rauchwolke sowie Feuer zu sehen. Die Explosionen ereigneten sich demnach am Samstag bei der Firma Kristall, die für das Militär unter anderem Bomben herstellt, sowie auch Sprengsätze für zivile Zwecke. Dserschinsk liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau.

Karte Russlands mit Verortung von Dserschinsk.
Legende: Schwere Explosionen in einem Munitionsbetrieb in Dserschinsk. Die Stadt liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau. SRF

Grosse Teile des Werks seien komplett zerstört worden, hiess es. Auf Videos mit Tonspur war die schwere Erschütterung zu hören. Anwohner der Stadt wurden aufgerufen, die Fenster geschlossen zu halten. Teils seien auch Fenster benachbarter Häuser infolge der Druckwelle geborsten, hiess es. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Zudem wurden weitere Explosionen nicht ausgeschlossen

Grosse Sicherheitsprobleme

Gebietsgouverneur Gleb Nikitin habe einen Sonderstab eingerichtet, meldete Interfax. Er sei auf dem Weg an die Unglücksstelle. Reporter berichteten, die Zufahrt zu dem Rüstungsbetrieb sei gesperrt.

Die Hintergründe der Explosionen waren noch unklar. Das nationale Ermittlungskomitee ermittelt wegen Verstosses gegen die Sicherheitsvorschriften.

In Russland kommt es immer wieder zu verheerenden Unglücken mit vielen Toten und Verletzten. Ursache dafür ist oft, dass elementarste Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden. Im August waren bei einer Explosion in einer Rüstungsfabrik in Dserschinsk mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt.
Allein seit 2014 habe es in Russland in Werken für Sprengstoffherstellung fast ein Dutzend ähnlicher Explosionen gegeben, listete die Staatsagentur Tass in einem Dossier auf.

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