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International UNO bittet um Zugang zu belagerten syrischen Städten

Dringend benötigte Hilfslieferungen für Syrer, die in belagerten Städten leben, kommen noch immer nicht an. Die UNO drängt das Regime in Damaskus, den Zugang zu ermöglichen. Die USA appellieren an Russland.

Bewohner eines belagerten Vororts von Damaskus
Legende: Bewohner eines belagerten Vororts von Damaskus Reuters

Die Vereinten Nationen haben die syrische Regierung gebeten, humanitären Helfern einen Zugang zu elf belagerten Gebieten zu ermöglichen. Bislang habe Damaskus nur eingeschränkten Zugang genehmigt, sagte ein Sprecher der Vereinten Nationen in New York.

Zuvor hatten die Vereinten Nationen entschieden, Syrien um eine Genehmigung zu bitten, Hilfsgüter über belagerten Gebieten aus der Luft abzuwerfen. Allerdings liege der Fokus weiterhin auf der Lieferung zu Land, sagte der UNO-Sprecher weiter. Lieferungen aus der Luft seien mit Blick auf Logistik und Sicherheit schwierig. «Wenn wir den benötigten Zugang über Land bekommen, wird das der Weg sein, den wir gehen.»

«Nahrungsentzug als militärische Waffe»

Das US-Aussenministerium rief Russland auf, seinen Einfluss auf das syrische Regime von Machthaber Baschar al-Assad geltend zu machen, um Nahrungsmitteltransporte zu ermöglichen. «Das Regime nutzt den Nahrungsentzug weiterhin als militärische Waffe gegen seine eigene Bevölkerung», sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums in Washington.

Die Einwohner von Daraya, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, hätten seit 2012 keine Nahrungsmittellieferungen mehr erhalten. «Das ist skrupellos», sagte die Sprecherin. Kräfte des Regimes würden sogar Hilfskonvois entladen, bevor sie passieren dürften. «Das ist unmenschlich und nicht akzeptabel», sagte sie. Damaskus müsse seine eigenen Versprechen einhalten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Sebastian Frey (Sebastian Frey)
    Welch Berichterstattung zu dieser Zeit?! - Die Tage hat die EU die Sanktionen gegen Syrien um 1 Jahr verlängert; was direkten negativen Einfluss auf die humanitäre Lage vorOrt hat. - Russland, Syrien und Al-Dschasira melden die Tage einen Islamistischen Angriff auf Aleppo mit 100-200 Toten. Unter den Angreifern auf Aleppo befänden sich sowohl die »Islamische Armee« als auch »Ahrar Al-Scham«. Beide gehören dem »Hohen Verhandlungskomitee« (HNC) an. (Quelle: jW)
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    1. Antwort von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
      Das Massaker der Rebellen in Aleppo an der Zivilbevölkerung oder der Waffenstillstandsbruch der radikal - islamistischen Ajnad Al-Sham in Darayya ( Vorort von Damaskus ), werden von unseren Medien verschwiegen weil es nicht in ihre Agenda passt, beziehungsweise werden die zivilen Opfer zynisch nach Wertigkeit eingeteilt; völlig losgelöst vom Pressekodex ist die Syrienberichterstattung der westlichen Medien: The Boston Globe: The media are misleading the public on Syria.
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