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International UNO fordert Evakuierungen aus Aleppo

Die Russen fliegen weiter Angriffe auf Aleppo, die syrische Armee stösst weiter in die umkämpfte Stadt vor. Das verstärkt die humanitäre Not der Bevölkerung. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die UNO wirkt hilflos.

Ein Mädchen wird von einem Mann aus den Trümmern getragen.
Legende: Dieses Bild wurde von den syrischen Rebellen aus Aleppo zur Verfügung gestellt. Keystone

In Syrien verroht der Krieg zusehends: Auch vor Spitälern machen Syriens Regierungstruppen nicht mehr Halt. Das ruft die UNO auf den Plan. Sofortiges Handeln sei nötig, um dieses «Leben in der Hölle» zu beenden, sagte der Chef des UNO-Büros für humanitäre Hilfe (OCHA), Stephen O'Brien.

O'Brien beklagte, mit den Angriffen auf Spitäler im von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt werde das Gesundheitssystem «ausgelöscht». Er drängte die Konfliktparteien, wenigstens zuzulassen, dass Kranke und Verletzte aus Aleppo in Sicherheit gebracht werden.

Am Samstag waren in einem Spital im von Rebellen kontrollierten Ostteil Aleppos nach Angaben des Betreibers Fassbomben eingeschlagen. Derzeit gibt es nur noch sechs funktionstüchtige Kliniken für die rund 250'000 Einwohner im belagerten Ostteil Aleppos. Die Aufständischen beschiessen ihrerseits die von Regierungstruppen kontrollierten westlichen Stadtteile mit geschätzten 1,2 Millionen Menschen.

Die syrische Armee hatte am 22. September eine Offensive zur Rückeroberung der gesamten Stadt gestartet. Sie wird dabei von Russland mit Luftangriffen unterstützt. Seitdem wurden dutzende Zivilisten getötet. Diplomatische Bemühungen um ein Ende der Angriffe auf Wohngebiete blieben erfolglos.

Der unendliche Krieg

Bombenschäden in Aleppo, Aufnahme von 2012.
Legende:

In Syrien scheint eine Lösung in weiter Ferne. Auch, weil sich geopolitische und regionale Interessen überlagern. Ein Überblick über die wichtigsten Akteure.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Was Pressedamen so überzeugt von sich geben, ist äusserst fragwürdig. Keine dieser Frauen würde auch nur einen Fingernagel ihre Aussagen opfern. Da wird behauptet, 94% der toten Zivilisten gehen auf Assad und seine Unterstützer. Im Irak, wo die gleichen/ähnliche Extremisten aktiv sind, ist die Öffentlichkeit/Presse "erstaunlicherweise" anderer Ansicht. So eine Diskrepanz muss hellhörig machen. Und die USA seien nicht mehr gross aktiv. Märchenstunde mit Kurt Pelda als artigen Zuhörer.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Was ist anders in Syrien? Nach dem USA IS geholfen hat Syrische Positionen bei Deir el Zoir einzunehmen, bombardiert Russland auch Frontlinien welche halten iranische und Hissbolah Einheiten. Das hat bis jetzt oft zu Streitereien zwischen Iraner und Russen geführt, aber Seit eine Woche hilft Russland auch diesen Einheiten. Und SAA hat angefangen kleinere Kessel zu reumen, dadurch werden vielen Soldaten für andere Fronten zu Verfügung stehen.
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  • Kommentar von Tamer Aboalenin (Tamer)
    Die Aufständigen in Syrien als Terroristen zu bezeichnen wäre wie den Wiederstand gegen die Nazis bzw. Hitler als Terroristen zu bezeichnen. Die Syrische revolution ist eine Wendenpunkt in der Weltgeschichte, der Westen wird eines Tages sich schämen für sein Verhalten gegenüber sie.
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    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Es gibt seit gestern ein intereressante Video in Netz. Dort ist zu sehen wie Islamisten aus einen weissen LKW mit UNO Markierung neue Grad Raketten ausladen. Ja, Westen wird sich schämen über Rolle welche sie bei diesen Bürgerkrieg gespielt haben.
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Nun, die Aufständischen in der Ukraine, werden vom Regime in Kiew & ihrer Unterstützer ja mittlerweile auch als Terroristen bezeichnet. Traurige Tatsache einfach ist, dass überall dort, wo der Westen seine "Demokratie", oder was er dafür hält, installieren will, dann Bürgerkrieg in diesen Ländern ist. Und ziehen sie sich zurück, hinterlassen sie Chaos & viele Tote.
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    3. Antwort von Susanne Lüscher (Lol)
      Die Aufständigen werden von den USA bezahlt, wie auch in der Ukraine, oder damals 1953 im Iran. Die ACLU hat im Sommer die Papiere der Geheimdienste zu den Vorfällen 1953 im Iran online gestellt. Georg Friedman hat in seiner Rede im Februar 2015 ganz offen gestanden, dass der Putsch in der Ukraine von den USA organisiert wurde. Der Begriff Verschwörungstheoretiker entstand nach der Ermordung Kenedys, da die Stimmen, welche die offizielle Version nicht glauben wollten, nicht verstummten
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