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UNO-Nachhaltigkeitsziele Der Internetzugang als Schlüssel zu mehr Wohlstand

Legende: Audio Mit dem Internet-Zugang wird in Bangladesch auch die Gesundheitsprävention vorangetrieben. abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
01:50 min, aus HeuteMorgen vom 10.02.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dutzende von Nachhaltigkeitszielen will die UNO-Agenda 2030 erreichen.
  • Eines der wichtigsten – der schnelle Zugang zum Internet – ist in Reichweite.
  • Nach den Investitionen in die Infrastruktur geht es nun darum, die Menschen auszubilden.

Die Agenda 2030 ist das ehrgeizigste Projekt, das sich die UNO jemals vorgenommen hat. Es geht darum, Dutzende von Nachhaltigkeitszielen zu erreichen.

Eines der wichtigsten Nachhaltigkeitsziele verlangt, Milliarden von Menschen Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie zu verschaffen. Dieses Ziel ist nun überraschenderweise bereits in Reichweite, sagt Cosmas Zavazava von der UNO-Telekommunikationsbehörde.

Selbst in den allerärmsten Ländern haben bereits 60 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Breitband-Internet. Der Grund: Diesmal haben alle Akteure – Regierungen, die UNO, NGOs, Wirtschaft und Wissenschaft – an einem Strick gezogen. Das ist längst nicht immer der Fall.

«Internetzugang für alle»

Das Ziel gehört zur Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen und fordert weltweit eine 97-prozentige Abdeckung mit mobilem Breitband und erschwinglichem Internet.

Internet-Zugang als Basis für andere Ziele

Internet-Zugang ist deshalb entscheidend, weil sich damit zugleich etliche andere Ziele der Agenda 2030 erreichen lassen, sagt der UNO-Chefbeamte. Handel, Bildung, Gesundheitsversorgung, Umweltschutz, finanzielle Integration – all das geschehe viel rascher, wenn die Menschen Zugang hätten zum World Wide Web.

Obschon die UNO gerade auch in den ärmsten Ländern Fortschritte verzeichnet, sind diese nicht überall gleich gross. Tendenziell ist es einfacher, Länder mit Meeresanstoss und kleine Inselstaaten mit einer städtischen Bevölkerung mit moderner Telekommunikation zu erschliessen als Binnenländer mit ländlicher Struktur.

Investitionen in die Köpfe vonnöten

Entscheidend ist nun, da die technische Infrastruktur weitgehend vorhanden ist, dafür zu sorgen, dass die Menschen mithalten. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung gilt es, in die entsprechende Ausbildung zu investieren.

Nur so erreicht man, dass möglichst alle Bewohner auch armer Länder die neuen kostengünstigen und schnellen Breitbandnetze sinnvoll nutzen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die Globalisierer +Digitalisierer riechen einen fetten Braten. Die armen Länder lassen sich ohne Widerstand in das Räderwerk der Digitalisierung einbinden. Diesen Ländern ist es egal, was sie da einführen +akzeptieren, so lange sie von irgendwoher noch Geld erhalten. Es braucht viel mehr Menschen die einsehen, dass die Menschheit niemals digitalisiert werden kann. Solange es menschliche Menschen gibt, gibt es keine Roboter. Die Digitalisierung darf nicht uns steuern, sondern nur IT unterstützen
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Bald kommt das eingebaute Modul das Internet direkt beinhaltet.. direkt im Hirni und einen oder mehrere slots fuer die SD Karten... aus aesthetischen Gruenden direkt hinter dem Ohr..
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  • Kommentar von marc rist (mcrist)
    Diese vermeintlichen Investitionen kann man sich weitgehend sparen, solange eines der Grundübel in den Dritt-Welt-Staaten nicht eliminiert ist: die Korruption.
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