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Haiti: Schusswechsel zwischen Polizisten und Armee
Aus News-Clip vom 24.02.2020.
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Unruhen in Haitis Hauptstadt Polizisten greifen Hauptquartier der Armee an – zwei Tote

  • In Haiti haben protestierende Polizisten in der Hauptstadt Port-au-Prince das Hauptquartier der Armee angegriffen.
  • Bei dem Angriff am Sonntag wurde ein Soldat und ein Polizist getötet, wie das Verteidiungsministerium mitteilte.
  • Haitis Polizisten fordern seit Monaten bessere Arbeitsbedingungen.

«Wir sind im Belagerungszustand», sagte der Oberbefehlshaber der Armee. Demnach wurde das Hauptquartier mit Sturmgewehren, Brandsätzen und Tränengas attackiert. Die Soldaten schossen offenbar zurück.

Dutzende Verletzte

Nach Angaben von Spitalmitarbeitern wurden bei den Konfrontationen dutzende Menschen verletzt. Das Hauptquartier werde mit Sturmgewehren, Brandsätzen und Tränengas attackiert. Die Soldaten schossen seinen Angaben zufolge zurück.

Haitis Polizisten wollen insbesondere eine Gewerkschaft gründen, um besser mit der Polizeiführung verhandeln zu können. Vergangene Woche waren einige Polizeibeamte auf die Strasse gegangen. Sie blockierten Strassen und setzten Autos in Brand.

Karneval abgesagt

Die Regierung von Präsident Jovenel Moïse sagte den Karneval ab. Damit solle möglichem weiterem Blutvergiessen vorgebeugt werden, hiess es. Am Samstag hatte die Regierung mit der Ankündigung von Sozialmassnahmen zugunsten von Polizisten und deren Familien vergeblich versucht, die Krise zu entschärfen.

So soll ein Entschädigungsfonds für die Hinterbliebenen von Beamten eingerichtet werden, die ihr Leben im Dienst verloren haben. Auch soll es einen Fonds geben, aus dem Versicherungen für Polizeibeamte finanziert werden.

Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Karibikstaat leidet immer noch an den Folgen des schweren Erdbebens vom 12. Januar 2010. Damals kamen mehr als 200'000 Menschen ums Leben. Mehr als 1.5 Millionen Haitianer wurden obdachlos.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Da könnte sich der int. Gerichtshof für einmal einer aktuellen Regierung widmen und nicht erst 20 Jahre nach einem Unrechtsregime, greise ex-Minister und ex-Beamte auf die Anklagebank stellen.
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    ... und Milliarden von Hilfsgelder versickerten in korrupten Kanälen.
    1. Antwort von Werner Kessler  (Werner Kessler)
      Für dieses Land sind "Hopfen und Malz verloren". Milliarden wurden investiert und fast alles verschwand in Säcken von Günstlingen. Seit 10 Jahren läuft fast nichts mehr und man lebt von der Hand in den Mund oder wartet einfach auf weitere Hilfe vom Ausland.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Praktisch allen Länder im Hinterhof der USA geht es nicht gut.
    3. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      An Herr Planta: Dies liegt aber nicht zwingend an der Nähe zur USA.