- Der Goldpreis bleibt im Höhenflug und hat erstmals die Marke von 5000 US-Dollar geknackt.
- Der Preis für eine Feinunze (etwa 31.1 Gramm) kletterte an der Metallbörse in London im frühen Handel um bis zu zwei Prozent auf 5109 US-Dollar und war damit so hoch wie noch nie.
- Zu den stärksten Treibern zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.
Gold hat sich in den ersten Wochen des Jahres um knapp 18 Prozent verteuert, nachdem der Preis für das gelbe Edelmetall im Vorjahr bereits um 65 Prozent gestiegen war. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979.
Der Preis ist 2025 um mehr als 2000 Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Für den Anstieg von 1000 bis auf 2000 Dollar benötigte der Goldpreis etwa zehn Jahre. Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konflikte weltweit.
Auch 2026 sorgten politische Spannungen für mehr Nachfrage. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres vor allem auf die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Auch wenn es im Zuge des Weltwirtschaftsforums (WEF) zu einer relativen Beruhigung kam, da Donald Trump seine Zolldrohungen zurücknahm, hat dies den Anstieg des Goldpreises nicht gestoppt.
Silber ebenfalls auf Rekordhoch
So scheinen etwa die häufigen Kehrtwenden der US-Regierung bei Anlegenden in den Vereinigten Staaten für Unsicherheiten zu sorgen. Aber auch die fortlaufenden Diskussionen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank und eine mögliche Einflussnahme Trumps auf die Geldpolitik treiben die Investitionen in Gold als stabile Alternative voran.
Die Investitionen in Silber erleben indes ebenfalls einen historischen Aufschwung. Erstmals knackte der Silberpreis die Marke von 100 US-Dollar für eine Unze. Im asiatischen Handel erreichte das Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird, den Spitzenwert von 109 Dollar.
Edelmetalle beliebt bei Schweizer Investoren
Silber scheint auch in der Schweiz zunehmend beliebter zu werden. Gemäss einer im Oktober 2025 veröffentlichten Studie der Universität St.Gallen steigt das Interesse an Silber klar an. Im Vergleich zum Gold spielt es aber noch immer die zweite Geige. So würde knapp ein Drittel der Befragten mit einem freien Betrag eher in Gold statt in Silber investieren. Grundsätzlich sehen aber sieben von zehn Schweizerinnen und Schweizern Edelmetalle als sinnvolle Anlagemöglichkeit.