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Unterschlupf für Clochards Paris will Rathäuser für Bedürftige öffnen

Eisbahn vor dem Hotel de Ville (Rathaus) in Paris.
Legende: Das Hôtel de Ville in der Innenstadt – Hidalgo möchte hier eine Notunterkunft für obdachlose Frauen einrichten. Imago
  • Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo will die Rathäuser der französischen Hauptstadt im Winter für Obdachlose öffnen.
  • Im prunkvollen Hôtel de Ville in der Innenstadt soll eine Notunterkunft für obdachlose Frauen entstehen.

Im letzten Februar hatte die erste offizielle Zählung durch die Stadtverwaltung ergeben, dass in Paris fast 3000 Menschen im Freien leben. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo will, dass es für den kommenden Winter für alle Plätze in Notschlafstellen gibt.

Mann ohne zu Hause schläft auf einer Bank.
Legende: 3000 Obdachlose zählt die französische Hauptstadt. Keystone

Als Lösung möchte Hidalgo für die Obdachlosen die Rathäuser der französischen Hauptstadt öffnen. Auch das prunkvolle «Hôtel de Ville» in der Innenstadt soll als Notunterkunft für obdachlose Frauen dienen.

Wie Hidalgo der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche» sagte, sollen bis zu hundert Frauen dort tagsüber Essen und eine medizinische Versorgung bekommen. Nachts können die Frauen im Rathaus schlafen.

Plätze wurden bereits geschaffen

Die Stadtverwaltung will aktuell die Hälfte der Plätze einrichten. 800 sind seit Februar schon geschaffen worden, 700 sollen bis Anfang 2019 noch hinzukommen. Vorgesehen sind die Notunterkünfte unter anderem in Bezirksrathäusern, leer stehenden Gebäuden und bestehenden Einrichtungen. Für 1500 weitere Plätze sorgt laut Angaben der Stadtverwaltung der französische Staat.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Ich finde es gut, dass die Bürgermeisterin so etwas tut. Aber wichtig wäre, dass der Staat als ganzer sich mehr für diese Leute und sonst ärmeren Menschen einsetzen würden. Aber die Wirtschaftskonzerne und die rechts politisierenden Politiker sind eher mit ihrer Macht und ihrem Reichtum beschäftigt.Dieses Problem haben wir nicht nur in Frankreich, sondern hier in der Schweiz droht auch dass von "rechts" her bei den sozialen Institutionen noch mehr gespart wird,wie z. B.im KantonBern bei Spitex.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Unter Brücken, hinter Häuserfassaden oder in Zelten: Vielerorts sichern sich Obdachlose Plätze in der französischen Hauptstadt Paris, die wenigstens ein Minimum an Privatsphäre ermöglichen. Die Zahl der Menschen ohne Obdach steigt in Frankreich, der zweitgrössten Volkswirtschaft der EU, seit Jahren kontinuierlich an. Für Arbeitslose, Flüchtlinge und PFZ-Jobsucher, Kinder und Familien hat es nicht genügend bezahlbaren Wohnraum und so enden viele auf der Strasse. Was tut der Staat? Nicht viel!
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