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Untersuchung angeordnet Tsipras will Bestechungsvorwürfe gegen Novartis klären

  • Der griechische Regierungschef hat eine Untersuchung zu den Novartis-Vorwürfen angekündigt.
  • Das Parlament soll sich mit den Korruptionsvorwürfen gegen mehrere griechische Politiker befassen.
  • Dem Pharmakonzern Novartis wird vorgeworfen, unter anderem den ehemaligen Regierungschef Antonis Samaras bestochen zu haben.
Der griechische Regierungschef Alex Tsipras spricht im Parlament
Legende: Alexis Tsipras will vom Pharmakonzern Novartis Entschädigungen verlangen. Reuters

«Der Untersuchungsausschuss ist der einzige institutionelle Weg, den Fall Novartis zu klären», sagte Alexis Tsipras im Fernsehen. Zudem werde Athen Entschädigungen von Novartis verlangen. Das Unternehmen erklärte, dass es mit der griechischen Justiz kooperiere.

Beim Bundesamt für Justiz (BJ) in Bern sind in dem Fall zwei Rechtshilfeersuchen eingegangen, eines von der griechischen und eines von der US-Justiz. Sie werden momentan geprüft, wie ein BJ-Sprecher am Samstag gesagt hatte.

Politiker und Ärzte bestochen

Dem Pharmakonzern wird vorgeworfen, den ehemaligen Regierungschef Antonis Samaras und andere griechische Politiker sowie Ärzte bestochen zu haben. Dadurch habe Novartis die Preise für seine Medikamente erhöhen und den Markt durch die rasche Genehmigung eigener Produkte beherrschen wollen, so die Vorwürfe.

Nach Regierungsangaben habe dies den griechischen Staat in den vergangenen 15 Jahren bis zu 23 Milliarden Euro (rund 26,5 Milliarden Franken) gekostet.

Die genannten Politiker hingegen sprechen von «Verleumdung» und beschuldigen die Tsipras-Regierung, das politische Klima anzuheizen, um von der Finanzkrise abzulenken.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Der Skandal ist perfekt. Da will Norvatis, eine der reichsten Firmen noch Gewinne aus diesem armen Land ziehen. Sie sollten sich in Grund und Boden schämen, wenn das bestätigt wird. Als Griechenland am Tiefsten in der Kriese steckte, fehlten sogar Medikamente für die Bevölkerung.Hier sollte auch von schweizer Seite eine Untersuchung stattfinden, das ist auch eine Schande für unser Land.
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